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Auernhammer: Özdemirs neue Besatzdichten gefährden deutsche Putenhaltung

Der CSU-Politiker Auernhammer sieht keinen Bedarf für die von Özdemir geplante Senkungen der Puten-Besatzdichten. Das würde nur eine Produktionsverlagerung ins Ausland nach sich ziehen.

Lesezeit: 2 Minuten

Seit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir im Dezember 2022 sein Eckpunktepapier für eine tierwohlgerechtere Putenhaltung vorgelegt hat, reißt die Kritik daran nicht ab: Zu niedrige Besatzdichten und zu hohe Anforderungen, die Gefahr laufen, die deutsche Putenhaltung abzuwürgen. Auch der Agrarsprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Artur Auernhammer, teilt diese Befürchtungen.

Er sieht in dem Eckpunktepapier des Bundeslandwirtschaftsministeriums ebenfalls ein enormes Risiko für die heimische Putenmast. Es werden darin eine drastische Reduktion der Besatzdichten auf 35 kg/ m² für Masthennen und 40 kg/m² für Masthähne vorgeschlagen. Eine Folgenabschätzung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen prognostiziert durch die Umsetzung von Özdemirs Plan einen Rückgang der heimischen Putenfleischproduktion, der wegen der anhaltend steigendenden Nachfrage durch einen Anstieg von Importen kompensiert werden würde.

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Fatales Signal

Auernhammer weist darauf hin, dass seit zehn Jahren eine rechtsähnliche Selbstverpflichtung in der deutschen Geflügelwirtschaft gilt, die auch die Besatzdichten abdeckt. Diese sieht maximale Besatzdichten von 58 kg/m² bei Putenhennen bzw. maximal 52 kg/m² bei Putenhähnen sowie verpflichtende Gesundheitskontrollprogramme in Zusammenarbeit mit den Veterinärbehörden vor. Für Auernhammer gibt es daher keinen nachvollziehbaren Grund für so strenge Regelungen, wie sie Bundesminister Özdemir vorschlägt.

„In Zeiten von gestörten Lieferketten, explodierenden Transportkosten und hoher Inflation sehe ich in Bundesminister Özdemirs Eckpunktepapier ein fatales Signal. Unsere heimische Geflügelwirtschaft sichert Arbeitsplätze und stellt EU-weit anhaltend hohe Standards in der Fleischproduktion sicher. Darüber hinaus wird so auch ein Beitrag zur Ernährungssouveränität geleistet“, unterstreicht Artur Auernhammer.

In Österreich kaum noch heimische Ware

Ein Blick ins Nachbarland Österreich veranschaulicht, wohin eine so drastische Reduktion der Besatzdichte in der Putenmast führt. Nur noch 7 % des Putenfleisches aus dem Großhandel und 20 Prozent des Putenfleisches im Lebensmitteleinzelhandel stammen dort noch aus heimischer Produktion, der Großteil ist Importware.

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