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topplus Legehennen

Späteres Legealter mindert Veränderungen in der Brustbeinspitze

Bei Legehennen werden neben den Deformationen des oberen Brustbeins nun auch Veränderungen in der Brustbeinspitze diskutiert. Es gibt erste Erkenntnisse, wie man diese eindämmen kann.

Lesezeit: 3 Minuten

Veränderungen am Brustbein sind ein Dauerthema in der Zucht und Haltung von Legehennen. Neben den Deformationen an den Seitenrändern des oberen Brustbeins werden in jüngster Zeit auch Veränderungen in der Brustbeinspitze diskutiert, die in Fachkreisen auch Grünholzbrüche oder Grünholzlinien bezeichnet werden.

Diese Symptome waren ein Thema auf dem 3. Erzeuger-Forum von Lohmann Süd in Bad Windsheim. Laut Dr. Matthias Schmutz von der Lohmann Breeders GmbH handelt es sich dabei nicht um echte Brüche, sondern um Irritationen im Knochengewebe. „Die Brustbeinspitze bleibt lange Zeit flexibel und schließt die Verknöcherung erst in der 35. bis 40. Lebenswoche ab“, erläuterte Schmutz.

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Auch Zweinutzungshühner und Wildhühner sind betroffen

Die Veränderungen blieben lange unentdeckt, weil sie nur schwer zu erkennen sind. Sie treten bei allen Rassen und Haltungsformen auf. Auch Zweinutzungsrassen und Wildhühner sind betroffen. Allerdings ist die Häufigkeit von Grünholzbrüchen bei niedrigleistenden Tieren deutlich geringer als bei Leistungshühnern. Nur Junghennen und Hähne haben diese Veränderungen in der Brustbeinspitze nicht.

Während die genauen Ursachen für die Grünholzbrüche nicht klar sind, wird bereits darüber diskutiert, wie man sie eindämmen kann. Der Interpretation aus einer dänischen Studie, dass die Eigröße für die Veränderungen im unteren Brustbein verantwortlich sein könnte, widersprach Schmutz: „Die Eimasse pro Tag und nicht das Eigewicht sind entscheidend.“ Die Häufigkeit der Grünholzlinien hänge somit vom Beginn des Legealters ab. „Hennen, die früh anfangen zu legen, haben mehr Brustbeinveränderungen.“

Möglicherweise müsse man in der Zucht wieder umdenken und mehr auf die „Langsam-Legende-Henne“ mit genetisch spätem Legebeginn setzen, so das Fazit von Schmutz. Kurzfristig lasse sich die Situation verbessern, indem man mit angepassten Lichtprogrammen für einen späteren Legebeginn der Hennen sorge.

Zweinutzung bleibt in der Nische

Beim Verbot des Kükentötens in Deutschland geht laut Präsentation von Professor Rudolf Preisinger der Trend zur Geschlechtsbestimmung im Ei. Die Zweinutzungsrassen lägen bei der Legeleistung und beim Futterverbrauch und auch bei der Mastleistung noch so weit hinter der Spezialrassen, dass sie trotz politischem Wunsch in der Nische bleiben werden.

Das spiegelt sich auch in den Zahlen der nach KAT zertifizierten Legehennenbetriebe wider. In den KAT-Betrieben ist bei den Legehennen ohne Kükentöten (OKT) die Anzahl der Tiere mit Bruderhahnaufzucht in den ersten acht Monaten dieses Jahres auf 14,2 Mio. gesunken. Das sind 6,5 Mio. Hennen weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Hennen aus Selektionsverfahren im Rahmen der Geschlechtsbestimmung im Ei legte hingegen im gleichen Zeitraum leicht auf 16,9 Mio. zu.

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