Hilfen für Waldbesitzer

Bisher schon 50.500 Anträge auf Waldprämie

Die Waldbesitzer greifen zu der von der Bundesregierung ausgeloben Waldprämie. Bisher sind mehr als 10% der Mittel beantragt.

Ende November 2020 startete das Antragsverfahren für die von der Bundesregierung ausgelobte Waldprämie. Bisher sind bei der zuständigen Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) schon 50.500 Anträge für Waldprämie eingegangen, berichtete Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Montag vor der Presse in Berlin. Davon seien 30.000 Anträge vollständig.

Bereits 60 Mio. € Waldprämie seien schon an die Waldbesitzer ausgezahlt, so Klöckner weiter. Das entspricht etwa 12 % der zur Verfügung stehenden Summe. Die Nachhaltigkeitsprämie Wald, so wie sie offiziell heißt, ist mit 500 Mio. € ausgestattet. Waldbesitzer erhalten 100 €/ha, wenn eine PEFC-Zertifizierung vorliegt und 120 €/ha bei FSC- oder Naturland-Zertifizierung.

Die gestellten Anträge entsprechen laut Klöckner rund 3,3 Mio. ha Waldfläche. Für 2000 ha ist die Waldprämie bereits komplett fertig und ausgezahlt.

Die Antragsfrist für die Prämie endet erst am 30. Oktober 2021. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) empfiehlt, die Anträge in den nächsten Monaten zu stellen. Die Antragsbearbeitung erfolge nach Eingang und Vorlage aller Unterlagen.

Einen Antrag auf die Waldprämie stellen können alle privaten und kommunalen Waldbesitzer, denen mindestens ein Hektar Waldfläche gehört. Es können also sowohl natürliche als auch juristische Personen wie Forstbetriebe oder Kommunen die Waldprämie beantragen.

Die Waldprämie soll zum größten Aufforstungsprojekt in der Bundesrepublik werden. Sie ist ein Teil des Corona-Konjunkturpaktes „Wald & Holz“ in Höhe von insgesamt 700 Mio. €. Die restlichen 200 Mio. € sind vorgesehen für Investitionen in die moderne Forst- und Holzwirtschaft und um das Bauen mit Holz zu fördern. Hinzu kommt ein von der Rentenbank abgewickeltes Investitionsprogramm Wald in Höhe von 50 Mio. €, mit den Investitionen in IT-Hard- und Software, Maschinen, Geräte, Anlagen und Bauten, die in der nachhaltigen Forstwirtschaft und der mobilen Holzbearbeitung zum Einsatz kommen, gefördert werden. Es ist allerdings bereits seit Dezember 2020 ausgeschöpft.

Die Redaktion empfiehlt

Nur wenige Wochen nach dem Start sind die Gelder des Investitionsprogramms Wald bereits vergeben. Auch bei der größer angelegten Waldprämie ist die Nachfrage bereits groß.

Mit FSC- oder Naturland-Waldzertifikat gibt es 20 % mehr Förderung. Eine Nachzertifizierung ist möglich. Von Steuerverschwendung nach dem Gießkannenprinzip sprechen dagegen Umweltverbände.

Ab Freitag können Waldbesitzer eine Prämie von 100 €/ha bei der FNR beantragen. Die Bundesregierung hat die dafür nötige Richtlinie fertig.


Diskussionen zum Artikel

von Ludger Hengelsberg

Eine nette Geste,

aber mehr auch nicht. Angesichts der enormen Schäden in unseren Wäldern sind 100 / 120€ keine Hilfe. Ein Hektar Wald bindet im Schnitt 8 t CO2. Der Preis pro Tonne beträgt seit 1.Januar 25 EUR/t. Macht 200 EUR pro Jahr für die "Dienstleistung" der CO2-Bindung. Aber bei uns ... mehr anzeigen

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen