AGDW-Hauptausschuss

Prof. Dr. Andreas W. Bitter neuer Präsident vom Waldbesitzerverband

Prof. Dr. Andreas W. Bitter folgt auf Hans-Georg von der Marwitz als Präsident des Waldbesitzerverbandes. Anliegen der nächsten Zeit ist die Honorierung der Waldbesitzer für ihre Allgemeinleistungen.

Der 233. Hauptausschuss der AGDW hat am 4. Mai Prof. Dr. Andreas W. Bitter einstimmig zum Präsidenten gewählt.

Bitter ist als Professor am Institut für Forstökonomie und Forsteinrichtung an der Technischen Universität Dresden tätig und Vorsitzender von PEFC Deutschland. „Mit Professor Bitter hat die AGDW eine engagierte Persönlichkeit mit außergewöhnlicher Expertise an ihre Spitze gewählt“, sagten die beiden Vizepräsidenten Roland Burger und Josef Ziegler. „Er wird seine umfangreiche Erfahrung aus Wissenschaft, Verbandsarbeit und Waldbewirtschaftung in die Spitzenfunktion unseres Bundesverbandes einbringen können.“

Prof. Bitter war viele Jahre Vorsitzender des Sächsischen Waldbesitzerverbandes und Präsidiumsmitglied der AGDW. Außerdem ist er Waldeigentümer in Nordrhein-Westfalen und Sachsen.

Bitters Kernanliegen: Geld für die Ökosystemleistungen des Waldes

„Ich freue mich darauf, mich auf Bundesebene für die Interessen der Waldbesitzenden stark machen zu können“, sagte der neue Präsident. „Ein Kernthema wird für mich die Honorierung der Ökosystemleistungen des Waldes sein. Angesichts der Klimakrise braucht der Wald dringend und schnell mehr finanzielle Unterstützung, damit Wiederbewaldung und klimaangepasster Waldumbau gelingen. Darüber hinaus werde ich den Schutz des Eigentums und die besonderen Herausforderungen des Kleinprivatwaldes in den Fokus nehmen.“

Bereits als Präsidiumsmitglied und Verbandsvorsitzender in Sachsen hatte sich Prof. Bitter intensiv für die Honorierung der Klimaschutzleistung des Waldes sowie für eine stärkere Vertretung der Waldbesitzenden in den Gremien der Sozialversicherung SVLFG eingesetzt.

Prof. Dr. Andreas W. Bitter folgt auf Hans-Georg von der Marwitz, der seit Januar 2019 Präsident der AGDW war.

Gruppenbild

In der Mitte: Prof. Bitter und Bernt Farcke, Leiter der Abteilung 5 „Wald, Nachhaltigkeit, Nachwachsende Rohstoffe“ im BMEL, sowie die Präsidiumsmitglieder Josef Ziegler, Michael von der Tann, Roland Burger und Hauptgeschäftsführerin Dr. Irene Seling. (Bildquelle: AGDW/Catberry Studios)

Lebenslauf

  • Geschäftsführender Direktor des Institutes für Forstökonomie und Forsteinrichtung an der Technischen Universität Dresden,
  • seit 1994 Univ.-Professor für Forsteinrichtung an der TU Dresden,
  • seit 2015 Vorsitzender von PEFC Deutschland,
  • von 2011 bis 2019 Vorsitzender des Sächsischen Waldbesitzerverbands sowie AGDW-Präsidiumsmitglied,
  • 1990 Promotion zum Dr. forest. an der Georg-August-Universität Göttingen,
  • 1981 – 1986 Studium der Forstwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen.

Glückwünsche vom Grundbesitzerverband

Glückwünsche kamen vom Vorsitzenden der Familienbetriebe Land und Forst, Max v. Elverfeldt. Die AGDW habe eine hervorragende Wahl getroffen, weil Andreas Bitter neben seiner wissenschaftlichen Expertise ein tiefes Verständnis und langjährige Erfahrung in der Forstpolitik und der Verbandsarbeit mitbringe.

Elverfeldt freue sich auf die enge Zusammenarbeit und erinnerte daran, dass Sturm, Dürre und der Borkenkäfer seit 2018 einen Schaden von über 13 Mrd. € in unseren Wäldern verursacht hätten. "Der deutsche Wald und seine rund 2 Mio. privaten Waldbesitzer brauchen gerade jetzt eine starke Stimme in Politik und Gesellschaft.“


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