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Werner Schwarz: Jagd für Erhalt der Artenvielfalt „unverzichtbar“

Der Jahresbericht zur biologischen Vielfalt in Schleswig-Holstein nennt die aktuelle Jagdstrecke. Er zeigt: Klima- und Artenkrise sind eng verzahnt.

Lesezeit: 2 Minuten

Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Werner Schwarz hat der Jägerschaft in Sachen Naturschutz den Rücken gestärkt. „Zum Schutz der Wälder und unserer Kulturlandschaften und damit zum Erhalt unserer Artenvielfalt ist die Jagd unverzichtbar“, betonte der Minister anlässlich der Vorlage des Jahresberichts 2022 zur biologischen Vielfalt.

Er hob zudem hervor, dass Schleswig-Holstein mit rund 22.000 Jagdinhabern bundesweit zur Spitzengruppe gehöre. „Und die aktuellen Strecken zeigen, dass die Jäger im Land ihre Aufgabe ernst nehmen und auch in besonderen Zeiten ihrem Auftrag zur Regulierung der Bestände nachgekommen sind. Bei nahezu allen Schalenwildarten sei die Jagdstatistik konstant hoch geblieben“, stellte der Minister fest.

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Die Jagdstrecke im Detail

Laut Bericht wurden im Jagdjahr 2021/22 an Reh- und Damwild insgesamt 55.005 sowie 13.022 Tiere erlegt, an Schwarzwild 15.801 Stück. Ferner wurden unter anderem 30.338 Hasen, 14.799 Füchse, 11.045 Kaninchen, 9.942 Marderhunde und 4.007 Steinmarder erlegt.

Der Agrarminister wies darauf hin, dass neben der Afrikanischen Schweinepest (ASP) auch die Geflügelpest eine Gefährdung darstelle, die aktuell viel Aufmerksamkeit fordere und die Jagd beeinflusse. Den Berichtsangaben zufolge wurden im vorigen Jagdjahr an Federwild unter anderem 32.801 Stockenten, 25.300 Rabenkrähen, 16.991 Graugänse und 9.651 Ringeltauben erlegt.

Beim Schwarzwild war laut Schwarz aufgrund der zuvor verstärkten Bejagung im Rahmen der ASP-Prävention ein starker Streckenrückgang von minus 26 % zu verzeichnen. „Hier wird die Entwicklung in den kommenden Jahren zeigen, ob tatsächlich substantiell in die Population eingegriffen werden konnte“, erklärte der Minister.

Umweltminister Tobias Goldschmidt betonte, Klima- und Artenkrise „hängen untrennbar miteinander zusammen“. Das ist der zentrale Befund des Berichts: „Zwischen Klima- und Artenschutz gehört kein oder, sondern ein und.“ Der Jahresbericht lege schonungslos offen, wie in Folge von Hochwasserereignissen ganze Brutstätten von schützenwerten Vogelarten weggespült würden. Nahrungsketten junger Seeschwalben würden empfindlich gestört, da sie aufgrund klimatischer Veränderungen kaum noch Fische fänden, beklagte Goldschmidt.

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