Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Newsletter
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Heftarchiv
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Europawahl 2024 DLG-Feldtage 2024

topplus Leserfrage

Pachtfläche von Erbengemeinschaft: Was gilt bei Verkauf?

Möchten Sie eine Fläche kaufen, die einer Erbengemeinschaft gehört? Stimmt ein Teil der Gemeinschaft dem Verkauf nicht zu, wird es kompliziert. Unser Experte erklärt, wie Sie am besten vorgehen.

Lesezeit: 2 Minuten

Frage:

Ich habe Flächen von einer Erbengemeinschaft gepachtet. Einer hat ¾ der Flächen geerbt, zwei andere teilen sich das andere ¼. Die Erben wollen nun das Land verkaufen, ich würde gerne alles kaufen. Derjenige mit dem ¾ will das Land an mich verkaufen. Die zwei mit dem ¼ wollen auch verkaufen, allerdings nicht an mich.

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Meine Fragen: Kann einer der Erben seinen Teil einzeln verkaufen oder müssen alle Erben dem Verkauf zustimmen? Haben die Erben ein gegenseitiges Vorkaufsrecht?

Antwort:

In einer Erbengemeinschaft haben die Erben grundsätzlich keine Verfügungsbefugnis über einzelne Teile der Flächen. So kann ein Erbe mit einem Anteil von 20 % nicht 2 von 10 ha verkaufen. Dies ist ein weit verbreiteter Irrtum. Verfügungen über die Flächen kann die Erbengemeinschaft nur mit gesamter Hand einheitlich treffen.

Verkauft werden können allerdings die Erbanteile mit der Folge, dass der Erwerber eines Erbanteils dann entsprechend in die Erbengemeinschaft eintritt. Dabei gibt es allerdings ein Vorkaufsrecht für die Mitglieder der Erbengemeinschaft. Im vorliegenden Fall: der ¾-Eigentümer hat gegenüber den ¼-Eigentümern ein Vorkaufsrecht und umgekehrt (§§ 2034, 2035 BGB).

Unsere Empfehlung: Wollen die ­beiden Erben mit dem ¼-Anteil, ihren Anteil veräußern, wäre es sinnvoll, dass der ¾-Eigentümer den ¼-Anteil mittels Vorkaufsrecht erwirbt, um Volleigentümer zu werden. Dann kann er die Fläche problemlos an Sie ver­äußern. Beim Verkauf des ¾-Anteils, haben die beiden Miterben zwar immer noch ein Vorkaufsrecht – das ­Risiko, dass sie dieses auch ausüben und Ihnen die Flächen dann verloren gehen, ist durch die o. g. Vorgehensweise aber zumindest minimiert.

Unser Experte: Rechtsanwalt Andreas Dehne, Elze

top + Willkommensangebot: 3 Monate für je 3,30€

Alle digitalen Inhalte und Vorteile eines top agrar Abos

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.