Bundestagswahl

CDU lässt Finanzierung von Tierwohl im Wahlprogramm offen

CDU und CSU haben den ersten offiziellen Entwurf für ihr Programm zur Bundestagswahl zusammen gestellt. Investitionen in Tierwohl nehmen darin viel Raum ein, die Art der Finanzierung bleibt aber offen

Über erste Details wurde vergangene Woche schon spekuliert, jetzt ist der erste Entwurf des Bundestagswahlprogramms von CDU und CSU da. CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder wollen es am Montagnachmittag vorstellen, zuvor sollen die Vorstände beider Parteien online über das Papier abstimmen.

Union will Landwirtschaft aus "Industriebedingungen" befreien

Zum Thema Landwirtschaft legen CDU/CSU einen Schwerpunkt darauf, der Branche ihre Unterstützung und Wertschätzung auszusprechen. „Wir stehen an der Seite unserer Bäuerinnen und Bauern. Unsere Landwirtschaft verdient mehr Wertschätzung und braucht mehr Wertschöpfung“, heißt es in dem Entwurf, der top agrar vorliegt. Zudem erhebt die Union den Anspruch die Landwirtschaft „aus dem Hamsterrad der permanenten Effizienzsteigerung unter Industriebedingungen“ befreien zu wollen. Auch beim Klima- und Artenschutz geht die Union in ihrem Wahlprogramm demonstrativ auf die Landwirtschaft zu. „Ohne Landwirtschaft gibt es kein klimaneutrales Deutschland und keine Artenvielfalt“ schreiben sie.

Borchert-Plan mit staatlichen Verträgen

Bei der Tierhaltung hält sich die Union eng an die Empfehlungen der Borchert-Kommission. Sie will die „Landwirte beim Umbau der Nutztierhaltung auf Grundlage der Empfehlungen der Borchert-Kommission unterstützen“. Anders als in bereits vergangene Woche bekannt gewordenen ersten Versionen lässt die CDU/CSU die Art der Finanzierung des Umbaus der Tierhaltung offen. „Wir werden das Finanzierungsmodell über staatliche Verträge absichern und den Landwirten...


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