Kompetenznetzwerk

Digitalisierung: BMEL fördert digitale Experimentierfelder mit 50 Mio. €

Das neue BMEL-Förderinstrument der "digitalen Experimentierfeldern" soll die Landwirtschaft in Sachen Digitalisierung vorranbringen. Auch top agrar ist an dem Thema dran.

Bundesministerin Julia Klöckner möchte die Digitalisierung in der Landwirtschaft vorantreiben. Dazu fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Zeitraum 2019 bis 2022 bundesweit digitale Experimentierfelder auf landwirtschaftlichen Betrieben und im ländlichen Raum mit über 50 Millionen Euro. Entwickelt werden beispielsweise praktische Anwendungen,

  • die den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verringern,
  • die Ernte sichern,
  • das Tierwohl in den Ställen messen oder
  • den ländlichen Raum besser vernetzen.

Zudem wird das Kompetenznetzwerk „Digitalisierung in der Landwirtschaft“ etabliert, das die Experimentierfelder begleiten und vernetzen wird. Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen aus allen Bereichen der Digitalisierung in der Landwirtschaft sollen dort analysiert und Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Dem Netzwerk gehören Experten aus Wissenschaft, Verbänden und Verwaltung an.

Was sind die digitalen Experimentierfelder?

Mit den digitalen Experimentierfeldern hat das BMEL ein neues Förderinstrument etabliert, um Potenziale der Digitalisierung in der Landwirtschaft optimal zu nutzen.Experimentierfelder sind digitale Testfelder auf landwirtschaftlichen Betrieben, auf denen beispielsweise untersucht werden soll, wie digitale Techniken optimal zum Schutz der Umwelt, Steigerung des Tierwohls, der Biodiversität und zur Arbeitserleichterung eingesetzt werden können. Auch für Start-ups bietet sich hier die Möglichkeit der Zusammenarbeit. Für interessierte Praktiker sind die Experimentierfelder Anlaufstellen, sich über die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Landwirtschaft zu informieren.

Die ersten beiden Experimentierfelder sind im September an den Start gegangen, weitere vier folgen im Oktober. Die Experimentierfelder werden über ganz Deutschland verteilt etabliert und haben unterschiedliche Schwerpunkte. Die aktuell gestarteten Experimentierfelder befassen sich mit so unterschiedlichen Themen wie der Nutzung des neuen Mobilfunkstandards 5G in der Landwirtschaft, der optimalen Zusammenarbeit von Landmaschinen durch digitalen Datenaustausch in der Pflanzenproduktion zur Reduzierung des Einsatzes von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, der tiergerechten Haltung von Milchkühen durch den Einsatz digitaler Techniken sowie deren Nutzung in kleinen landwirtschaftlichen Betrieben.

Schwerpunkt Digitalisierung in top agrar

top agrar hat seit Mitte des Jahres die Serie Digitalisierung gestartet. In jedem Heft stellt ein anderes Ressort die aktuellen Trends dar.

Hier finden Sie einige Beiträge:

Betriebsleitung (10): Apps helfen im Betriebsbüro

Markt (10):Mausklick statt Handschlag?

Ackerbau (9): Die smarte Zukunft auf dem Acker

Schwein (8): Wie digital ist die Schweinehaltung?

Rind (7): So smart ist die Milchproduktion

ASP in Westpolen: 80 Kilometer von Grenze zu Brandenburg

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

Schreiben Sie Christina Lenfers eine Nachricht

Das könnte Sie auch interessieren


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen