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Nicht mehr zurück

Ernährungssicherung für grüne Agrarstaatssekretärin kein Anlass für Kurswechsel

Resilienz statt „Wachse oder Weiche“, nachhaltige Erträge statt Ertragsmaximierung auf Kosten von Ressourcen, sagt Ophelia Nick. Entwicklung müsse nicht immer Wachstum heißen.

Lesezeit: 2 Minuten

Gegen einen Kurswechsel in der Agrarpolitik spricht sich Agrar-Staatssekretärin Dr. Ophelia Nick aus. „Wer jetzt kräht, Klima-, Boden- oder Artenschutz mit dem vorgeschobenen Argument der Ernährungssicherung bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben, der hat weder den Ernst der Lage erkannt, noch ist er ein Freund der Bäuerinnen und Bauern“, sagt die Grünen-Politikerin im Interview mit Agra Europe.

Darin fordert sie erneut eine Abkehr vom Prinzip des „Wachsen oder Weichen“. Einen wichtigen Hebel dafür sieht sie in einer Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), bei der eine Förderung von Gemeinwohlleistungen an die Stelle des bisherigen Gießkannensystems treten müsse. „Wir wollen, dass die Landwirtschaft auch mit aktivem Klima-, Umwelt- und Artenschutz Geld verdienen kann“, betont Nick.

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Zwischen 2010 und 2020 hat sich die Zahl der schweinehaltenden Betriebe in Deutschland halbiert!

Eine Absage erteilt die Staatssekretärin politischen Vorgaben für die Agrarstruktur. Den Betrieben will sie Spielräume eröffnen, sich zu entwickeln. Das müsse allerdings nicht immer Wachstum bedeuten, „zumindest nicht Flächenwachstum auf Kosten anderer“. Einen zukunftsfesten Betrieb machten Umwelt- und Gemeinwohlleistungen sowie die Fähigkeit aus, sich an veränderte Klimabedingungen anzupassen und frei von globalen Abhängigkeiten zu wirtschaften.

Koalition muss entscheiden

Besorgt äußert sich die Staatssekretärin über die Auswirkungen der Klimakrise, aber auch der internationalen politischen Lage auf die hiesige Landwirtschaft. Den Aufbau riesiger Produktionskapazitäten in der Schweinehaltung in China wertet sie als Indiz, „dass diese Absatzmärkte für deutschen Produkte nicht wiederkommen.“

Verständnis zeigt Nick für die gegenwärtige Investitionszurückhaltung in der Tierhaltung: „Die Betriebe investieren erst, wenn klar ist, wohin die Reise geht.“ Die Grundrichtung sei klar, „es geht immer um Nachhaltigkeit.“ Dies gelte in allen Bereichen, nicht nur für die Landwirtschaft. Viele Wirtschaftsunternehmen hätten die enormen Potentiale erkannt und richteten ihre Strategien darauf aus.

Beim Umbau der Tierhaltung arbeite man nach Jahren des Stillstands mit Hochdruck an den dafür notwendigen Bausteinen. Nick räumt ein, dass die Finanzierung nicht gesichert ist und verweist auf ausstehende Entscheidungen der Koalitionsfraktionen.

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