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Europäische Umweltminister stemmen sich gegen neuen Schutzstatus für Wölfe

Steffi Lemke und Co gehen damit auf Konfrontationskurs zum Europäischen Parlament, das im November 2023 eine entsprechende Anpassung bei „günstigem Erhaltungszustand“ gefordert hatte.

Lesezeit: 2 Minuten

Mit den gerade auch in Deutschland steigenden Bestandszahlen beim Wolf wächst auch die Gefahr von Übergriffen auf Weidetiere. Das Europäische Parlament hat deshalb die EU-Kommission schon im November dazu aufgerufen, den Schutzstatus des Wolfes und anderer Arten anzupassen, sobald der gewünschte Erhaltungszustand erreicht ist.

Nun hat sich jedoch Bundesumweltministerin Steffi Lemke zusammen mit den Umweltministern elf anderer EU-Mitgliedstaaten in einem Schreiben an an EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevičius gegen eine derartige Lockerung des Schutzstatus gewandt. Sie zählen den Wolf zusammen mit anderen großen Beutegreifern zum „Reichtum“ der natürlichen Ressourcen der Europäischen Union. Die Raubtiere spielten eine wichtige Rolle in der natürlichen Regulierung des übrigen Wildbestandes. Dabei seien Schäden bei Nutztieren nicht immer zu vermeiden.

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Die Umweltminister vertreten jedoch die Ansicht, dass ein optimaler Weideschutz und Entschädigungen im Falle eines Risses die besseren Instrumente zum Umgang mit dem Wolf sind. Unter dieser Voraussetzung und in Zeiten einer „globalen Biodiversitätskrise“ weisen sie Forderungen nach einer Schwächung des Schutzstatus beim Wolf klar zurück.

Bilger: Lemke schlägt Expertenmeinung in den Wind

Der stellvertretende Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Steffen Bilger, befürchtet nun, dass sich in puncto Wolfsmanagement nichts ändern wird. „Bei dieser Umweltministerin und bei dieser Bundesregierung werden wir vergeblich auf einen pragmatischeren Umgang mit dem Wolf warten“, konstatierte Bilger mit Blick auf das Schreiben. Ministerin Lemke schlage die Meinung der Experten in den Wind, die den guten Erhaltungszustand des Wolfs in Europa ganz klar attestieren.

„Weil die Wolfspopulation immer mehr wächst, wachsen auch Konflikte mit Wölfen“, warnt Bilger. Das Leid der Weidetiere, die immer öfter von ihnen gerissen werden, und der damit verbundene enorme Schaden für die Weidetierhalter führe jedoch zu keinerlei Umdenken bei der Ministerin. Anscheinend sei Lemke auch die Meinung der gewählten EU-Volksvertreter reichlich egal.

Guter Erhaltungszustand rechtfertigt neuen Schutzstatus

In einer Entschließung hatten die EU-Parlamentarier im November argumentiert, dass der gute Erhaltungszustand des Wolfes auf paneuropäischer Ebene bereits die Abschwächung seines Schutzstatus rechtfertige. Die Abgeordneten forderten die Kommission und die Mitgliedsstaaten damals außerdem auf, „wissenschaftlich zu ermitteln, welche Präventivmaßnahmen am besten geeignet sind, um Angriffe zu reduzieren“. Zudem sollte die Kommission „eine Änderung ihrer Agrarleitlinien in Betracht ziehen, um die Entschädigung für Schäden durch Großraubtiere als staatliche Beihilfe zu erleichtern“.

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