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Getreide, Raps und Dünger: Jetzt Vorkontrakte abschließen!​

Schließen Sie noch schnell Vorkontrakte für 25 % der nächsten Getreide- und bis zu 50 % der Rapsernte ab. Das war das Fazit eines agrarfax Vorerntewebinares in der vergangenen Woche.

Lesezeit: 4 Minuten

Mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine haben sich die Vorzeichen für die weltweiten Märkte gedreht. Das trifft auch auf die Getreidevermarktung zu, da Russland wichtige Häfen im Kriegsgebiet zerstört hat oder nach wie vor blockiert.

Erschwerend kommt hinzu: Die Hauptexportrouten im Schwarzen Meer sind vermint. Rund 20 bis 25 Mio. t Getreide liegen in den Häfen fest und werden eigentlich dringend auf dem Weltmarkt benötigt. Vor allem Afrika hängt am ukrainischen Getreide-Tropf.

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"Sollte Putin die Export-Handbremse nicht schnell lösen, droht eine Hungerkatastrophe ungeahnten Ausmaßes", erklärte agrarfax Marktanalyst Jan Peters während eines Vorerntewebinares Mitte vergangener Woche den rund 160 Zuschauern (15.6.2022). Die Zahl der Hungertoten könnte die des Krieges um ein Vielfaches übertreffen.

Umweg über Rumänien

Anstatt auf dem Seeweg versucht die Ukraine nun via Zug oder LKW möglichst viel Getreide zu exportieren. Zum Nadelöhr wird derzeit Rumänien. Dass Nachbarland der Ukraine werde von den Speditionen als Ausweichroute genutzt, um Getreide über den rumänischen Hafen in Constanza per Schiff in Richtung Afrika zu schicken, sagte Peters.

Doch die logistischen Herausforderungen sind offensichtlich: Ukrainische Lkw warten teils wochenlang an der Grenze auf grünes Licht für die Einreise durch die rumänischen Behörden. Und der Schienenweg ist so gut wie blockiert, weil die Staatsbahn das Chaos an den Bahnhöfen kaum in den Griff bekommt. "Nur ein Bruchteil der 20 bis 25 Mio. t hat bislang über Constanza seinen Weg auf den Weltmarkt gefunden", so Peters.

Lage in Odessa entscheidend

Entscheidend für die weitere Entwicklung sei daher vor allem die Lage im ukrainischen Odessa am Schwarzen Meer. "Der dortige Hafen ist für die Lösung des Problems entscheidend“, verdeutlichte Peters. Die Türkei habe zwar angeboten, die Seewege zu räumen und ukrainische Schiffe zu begleiten, bis diese neutrale Gewässer erreicht hätten. Im Gegenzug verlange Ankara aber einen Preisnachlass von 25 % auf Getreideeinkäufe in der Ukraine. Peters gab sich eher pessimistisch mit Blick auf die Erfolgsaussichten des Deals.

Es gebe vor diesem Hintergrund zwei Szenarien: Wenn in den kommenden Tagen größere Mengen Getreide aus Odessa abfließen können, dürfte sich die Lage deutlich entspannen. Andernfalls drohe eine Hungerkatastrophe und die Getreidepreise könnten womöglich noch weiter steigen.

Kein Preissturz in Sicht

Aber auch wenn sich die Blockade lösen lasse, rechnet Peters nicht mit einem Preissturz. Das habe mehrere Ursachen: Die weltweite Versorgungslage ist angespannt, in weiten Teilen der Nordhalbkugel ist es derzeit zu trocken und die hohen Energie-, Dünger- sowie Transportkosten verteuern die Produktion. Zudem konnten und können die Landwirte in der Ukraine wegen des Krieges nur einen Bruchteil der sonst üblichen Fläche bestellen.

Er riet vor diesem Hintergrund 25 % der neuen Ernte und bis zu 15 % der Ernte 2023 über Vorkontrakte abzusichern. Eile sei vor allem beim Raps geboten. Hier erwartet Peters schon in ein paar Wochen eine Zunahme an ukrainischen Lkw-Lieferungen in die EU. „Für eine Tonne Raps werden höhere Preise aufgerufen als für eine Tonne Weizen, weshalb der Transport lukrativer ist. Zudem ist Raps weniger lagerfähig“, erklärte Peters. Sein Tipp: Bis zu 50 % der neuen Rapsernte in den kommenden Tagen absichern.

Jetzt Stickstoff kaufen

Auch den Düngereinkauf sollte man nicht aus dem Blick verlieren. Derzeit würden zwar die Preise sinken – vor allem für Stickstoff. Das könnte sich jedoch drastisch ändern, wenn Russland Deutschland den Gashahn zudrehe.

Der weitere Marktverlauf ist nach wie vor von Unsicherheiten geprägt. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann abonnieren Sie jetzt vier Wochen lang kostenlos und unverbindlich das agrarfax während der Ernte. Darin hält Sie Jan Peters zweimal pro Woche mit Vermarktungstipps auf dem Laufenden. Außerdem gibt er Tipps für den Dünger- und Dieseleinkauf. Schicken Sie einfach eine E-Mail an agrarfax@lv.de oder rufen Sie uns werktags unter 02501 801 3020 an. Dann können Sie das agrarfax 30 Tage kostenlos lesen.

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