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Bauernproteste

FDP-Politiker schmeißt wegen Lindners Rede auf Bauerndemo hin

Nicht nur bei den Demonstranten in Berlin kam der FDP-Bundesvorsitzende mit seiner Rede am Montag schlecht an. Für den FDP-Politiker Holger Zastrow war die sogar Anlass, nach mehr als 30 Jahren aus der Partei auszutreten.

Lesezeit: 2 Minuten

Als einer von wenigen Regierungsvertretern ist Bundesfinanzminister Christian Lindner am Montag bei der Großkundgebung immerhin vor die Bauern und Mittelständler getreten. Seine Ansprache kam unter den Anwesenden aber nicht gut an, er kassierte jede Menge Buhrufe und zeitweise stellte sich DBV-Präsident Rukwied schützend vor ihn. Auch innerhalb der eigenen Partei scheint Lindner mit dem Auftritt einiges an Porzellan zerschlagen zu haben.

Der ehemalige Vorsitzende des sächsischen FDP-Landesverbands und frühere FDP-Bundesvize Holger Zastrow ist nach mehr als 30 Jahren in der FDP ausgetreten und macht dafür auch Lindners Verhalten gegenüber den Landwirten verantwortlich.

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Zastrow: FDP hat sich nicht zum Guten verändert

Wie Zastrow in seiner Erklärung zum Austritt schreibt, hat sich die FDP in den vergangenen Jahren nach seinem Empfinden nicht zum Guten verändert. Dabei habe er lange nach einem Strohhalm gesucht, der ihn hält.

Stattdessen: „Die Debatte um den Haushalt, die vorgeschlagenen Kürzungen, die Erhöhung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie, eine Mitgliederbefragung, die in jeder Hinsicht Bände spricht, eine Europa-Spitzenkandidatin, die für eine Art der politischen Auseinandersetzung steht, die nicht meinem Bild von politischer Kultur entspricht. All das war nicht hilfreich.“

Lindners Rede Tiefpunkt von mehr als 30 Jahren FDP

Das Fass zum Überlaufen gebracht haben für Zastrow aber anscheinend der Umgang der Ampel mit den Bauernprotesten und Lindners auf der Kundgebung am Brandenburger Tor. Er schreibt: „Ich habe mir alle Reden angehört, auch die des Bundesvorsitzenden. Ich habe die Reaktionen gesehen. Es war der Tiefpunkt in mehr als 30 Jahren FDP für mich.“

Dort in Berlin hätten ganz normale Leute gestanden, Menschen, für die die FDP einst in den politischen Kampf gezogen sei und deren Interessen sie zu vertreten habe, schreibt Zastrow. Stattdessen klebt die FDP unter Lindner nach Zastrows Darstellung mit der Ampelkoalition an den Grünen, denen er „sektiererische Züge“ und den Willen zur Umgestaltung der Gesellschaft „koste es, was es wolle“ unterstellt.

Für ihn zeigte Lindners Rede in Berlin, wie weit die FDP inzwischen von der Lebenswirklichkeit ihrer Klientel ist. Er erinnert den Bundesvorsitzenden der Liberalen: „Am Brandenburger Tor standen nicht unsere Feinde. Da standen in relevanter Zahl auch unsere Freunde und Leute, die auf uns gesetzt haben. Wir haben sie verloren und ich befürchte endgültig.“

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