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Kleinere Welt-Rapsernte 2024 erwartet - Rapspreise steigen weiter

Der IGC rechnet 2024 mit einer schrumpfenden weltweiten Rapsernte. Vor allem in der EU könnte deutlich weniger gedroschen werden. Die Matif-Rapskurse haben eine weitere wichtige Marke übersprungen.

Lesezeit: 4 Minuten

Der Internationale Getreiderat (IGC) hat eine erste Schätzung zur globalen Versorgungsbilanz mit Raps im kommenden Wirtschaftsjahr gewagt: Da das Rapsareal angesichts der anhaltend niedriger Preise reduziert werden dürfte, bleibt auch die weltweite Erzeugung hinter dem Ergebnis der Saison 2023/24 zurück. So schätzt der IGC eine weltweite Erzeugung von 88,0 Mio. t, was rund 1,4 Mio. t weniger wären als noch in der laufenden Saison. Das langjährige Mittel wird damit aber dennoch um voraussichtlich 12 Mio. t übertroffen. Ausschlaggebend dafür ist insbesondere die kleinere Anbaufläche, denn das anhaltend niedrige Preisniveau sowie die global reichliche Verfügbarkeit dürfte Erzeuger dazu veranlasst haben, ihr Areal zu reduzieren.

Gut 5 % weniger Raps in der EU

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Das betrifft auch die EU-27. Mit 18,8 Mio. t dürften in der Union zur Ernte 2024 rund 5,3 % weniger Raps von den Feldern geholt werden als noch im Jahr zuvor. Angesichts regional ungünstiger Vegetationsbedingungen weist der Rat daraufhin, dass weitere Abwärtskorrekturen durchaus möglich sind, sollte sich die Witterung nicht verbessern.

Auch in der Ukraine dürfte weniger Raps zusammenkommen, denn das Areal bleibt hinter dem Rekordwert des Vorjahres zurück. So werden mit 5,4 Mio. t rund 12,1 % weniger in Aussicht gestellt. Jüngsten Berichten zufolge begünstigten die Vegetationsbedingungen zuletzt die Entwicklung der Bestände.

Kanadische Rapsfläche schrumpft

Auch wenn die Aussicht auf eine lebhafte Nachfrage seitens der kanadischen Verarbeiter einen ermutigenden Einfluss haben dürften, wird die Anbaufläche Kanadas vor dem Hintergrund des niedrigen Preisniveaus um voraussichtlich 3 % gegenüber Vorjahr zurückgehen. Bei durchschnittlichen Erträgen wird dennoch mit einem marginalen Anstieg der Rapserzeugung um 100.000 t auf 18,4 Mio. t gerechnet. Etwas deutlicher dürfte das Plus der australischen Erzeugung ausfallen. So werden hier rund 6,1 Mio. t in Aussicht gestellt. Auch wenn das gegenüber Vorjahr einem Anstieg von 8,2 % entspricht, an das Rekordergebnis aus dem Jahr 2022/23 kommt das bei weitem noch nicht heran. Die Trockenheit im Westen Australiens gibt weiterhin Anlass zur Sorge, reichliche Niederschläge füllten jedoch die Bodenwasservorräte in den östlichen Bundesstaaten über die Sommermonate wieder auf. Da sich zudem die Auswirkungen des Wetterphänomens El-Niño abschwächen dürften, rechnet der Rat mit größeren Erträgen.

Verbrauch auf Vorjahresniveau

Der weltweite Rapsverbrauch dürfte sich 2024/25 auf 89,4 Mio. t belaufen und wird damit auf Vorjahresniveau gesehen. Bei einer globalen Erzeugung von 88,0 Mio. t ergibt sich damit ein voraussichtliches Versorgungsdefizit von 1,4 Mio. t. Das geht zu Lasten der Rapsbestände zum Ende des kommenden Wirtschaftsjahres. So dürften diese gegenüber der laufenden Saison um 19,4 % auf 5,9 Mio. t schrumpfen und damit den niedrigsten Stand seit 3 Jahren erreichen.

Über die Weltmeere dürften indes 2024/25 rund 17,8 Mio. t Raps verschifft werden und damit, trotz der kleineren Ernte, rund 4,0 % mehr als im laufenden Wirtschaftsjahr. Insbesondere Kanada dürfte mehr liefern, während die Ukraine voraussichtlich weniger Raps am Weltmarkt platziert. Einen erhöhten Importbedarf sieht der Rat indes bei der EU-27.

Börsenkurse über 450 €/t

Derweil klettern die Börsenkurse für die schwarze Ölsaat weiter. An der Pariser Matif übersprang der vordere Termin zuletzt die wichtige Marke von 450 €/t.

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Haben Sie in diesem Jahr mehr oder weniger Raps angebaut? Wie sind die Bestände durch den Winter gekommen? Wie planen Sie die Vermarktung Ihrer voraussichtlichen Ernte und mit welchen Preise rechnen Sie? Ihre Meinung interessiert uns, schreiben Sie uns gerne per Mail an brueggemann@topagrar.com

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