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Milchpulver schwächelt – Butter ist teuer

Die Nachfrage nach Milchpulver nimmt weltweit ab. Chinas Nachfrage ist so gering, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Butter hingegen ist gefragt und teuer.

Lesezeit: 3 Minuten

Seit einigen Wochen lässt sich Milchpulver hierzulande und auch am Weltmarkt nur noch mit Abschlägen verkaufen. Dies ist weniger auf ein überreichliches Angebot als vielmehr auf die derzeit verhaltene Nachfrage zurückzuführen.

Bei der Auktion an der Global Dairy Trade (GDT) am 19. März sank der durchschnittliche Verkaufspreis von Vollmilchpulver gegenüber der Handelsrunde von Anfang März um 4,2% auf 2.886 €/t.

Seit Anfang Februar ist ein Rückgang von 9,2% zu verzeichnen. Für Magermilchpulver erzielten die Anbieter im Durchschnitt aller Kontrakte 2.311 €/t. Das waren 4,8% weniger als bei der Auktion vor zwei Wochen und 9,7% weniger als Mitte Februar.

Damit sind die GDT-Preise für beide Milchpulverarten wieder unter das Vorjahresniveau gefallen. Analysten zufolge trägt die schwache Nachfrage in China zu dem aktuellen Preisrückgang bei. Während China früher rund die Hälfte des an der GDT angebotenen Vollmilchpulvers abnahm, war der Anteil zuletzt mit 30% so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Milchpulvermarkt in Deutschland verhalten

In Deutschland verlaufen die Geschäfte mit Magermilchpulver laut Zentraler Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) aktuell eher ruhig. Die Käufer verhalten sich abwartend und die Verkäufer haben aufgrund der niedrigen Produktion seit Jahresbeginn keinen Abgabedruck. Der Absatz am Weltmarkt wird als eher schwach beschrieben, was auch am laufenden Ramadan liegt.

Laut Erhebung der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten gaben bei Neuabschlüssen die Verkaufspreise von Magermilchpulver in Lebensmittelqualität gegenüber der Vorwoche zuletzt um rund 5 Cent auf 2,35 €/kg bis 2,52 €/kg nach. Bei der Futtermittelware fiel der Abschlag mit 6 Cent im Spannenmittel auf 2,15 €/t bis 2,20 €/t noch etwas größer aus.

Die Verkaufspreise für Vollmilchpulver konnten sich in den letzten Wochen noch halten, gaben aber in der Berichtswoche um knapp 5 Cent auf 3,55 €/kg bis 3,60 €/kg nach. Süßmolkenpulver verlor 1 Cent auf 0,67 €/kg bis 0,69 €/kg.

Butter ist gefragt und teuer

Im vergangenen Jahr gehörte Butter laut Marktbeobachtern im Lebensmitteleinzelhandel mit einem Absatzplus von 3,7% auf 240.500 t zu den gut gefragten Produkten. Auch im laufenden Ostergeschäft geht das Fetterzeugnis sehr gut über den Ladentisch.

Die amtliche Notierung in Kempten blieb am 20. März wegen laufender Lieferkontrakte aber unverändert. Dies galt jedoch nicht für Blockbutter, deren Notierung um 20 Cent auf 5,60 €/kg bis 5,70 €/kg nachgab. Hier hielten sich die Käufer zurück.

Das Preisniveau für Blockbutter ist vergleichsweise hoch und liegt auch nach dem Notierungsabschlag noch 19% über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. An der GDT ist Butter im langfristigen Vergleich ebenfalls teuer. Sie hat ihren preislichen Jahreshöhepunkt aber mittlerweile überschritten und wurde bei der jüngsten Auktion mit einem Abschlag von 1,4% auf 5.883 €/t gehandelt.

Die amtlichen Notierungen für Hart- und Schnittkäse in Deutschland blieben zuletzt auf einem weitgehend ausgeglichenen Markt stabil.

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