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Tönnies legt Rinderschlachthof in Legden still​

Der sinkende Rinderbestand hinterlässt Spuren in der Schlachthoflandschaft. Tönnies stoppt nun die Schlachtungen in Legden.​ Der Rindermastverband bedauert die Entscheidung.

Lesezeit: 2 Minuten

Das Unternehmen Tönnies legt vorübergehend den kleinsten Rinderstandort in Legden im westlichen Münsterland still. Das wurde am Mittwoch bekannt. Wie das Unternehmen auf Nachfrage erklärt, reagiere die Sparte „Tönnies Rind“ damit auf die allgemeine Situation in der Branche und auf die gesunkenen Lebendtierzahlen.

Der Tönnies-Sprecher betont, dass es sich zunächst um eine temporäre Stilllegung handele, die zum 31. März 2023 erfolgen soll. Die Schlachtungen würden dann ab April am Rinderkompetenz-Zentrum in Badbergen gebündelt.

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Badbergen und Wilhelmshaven übernehmen

Auf die langjährigen Lieferanten-Beziehungen hat der Schritt, nach Auskunft des Tönnies-Sprechers keinen Einfluss. Sie würden an den nahegelegenen Standorten Badbergen und Wilhelmshaven weitergeführt. Das Unternehmen hat allen rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Legden das Angebot gemacht, zu anderen Standorten der Gruppe zu wechseln.

Die Anpassungen in Legden sind aus Sicht des Unternehmens unumgänglich, um auf die veränderte Marktlage zu reagieren. Durch verschiedene Faktoren ist der Rinderbestand in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren um fast 12 % gesunken, heißt es.

Ob der Standort wirklich noch mal wieder hochgefahren wird, bleibt abzuwarten. Dafür müssten die Rinderbestände in Deutschland wohl wieder deutlich aufgestockt werden.

Rindermäster befürchten längere Transporte und Standzeiten

Der Berufsverband Rindermast e.V. aus Osnabrück bedauert, dass einer der letzten Bullenschlachthöfe aus dem westlichen Münsterland seine Tore schließt. Der nächstgelegene Tönnies-Schlachthof in Badbergen sei von Legden zwei Lkw-Stunden entfernt.

"Die Politik fordert kürzere Fahrzeiten bei den Tiertransporten. Eine noch stärkere Konzentration der Schlachthöfe allerdings erhöht die Fahrzeiten im Lkw, wie im Fall Legden, und heizt die Tierwohldiskussion bei den Transporten weiter an", sagt eine Sprecherin des Verbands.

Demnach wird durch die Konzentration auf wenige Standorte das Verkehrsaufkommen an den verbliebenen Schlachthöfen deutlich steigen. Dadurch können auch die Standzeiten tendenziell steigen - vor allem wenn es zu Betriebsausfällen kommt.

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