Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Newsletter
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Heftarchiv
Sonstiges

Hochwasser Europawahl 2024 DLG-Feldtage 2024

topplus US-Agrarministerium prognostiziert

Weltweite Getreideernte 2023/24: USDA erhöht Schätzung

Das US-Landwirtschaftsministerium erwartet 2023/24 zwar eine größere weltweite Getreideerzeugung, aber auch der Verbrauch soll zulegen. Die globalen Reserven dürften damit nur leicht wachsen.

Lesezeit: 3 Minuten

Das US-Agrarministerium (USDA) schätzt eine höhere globale Getreideversorgung 2023/24 im Vergleich zum Vorjahr. Die Produktion wird vorläufig auf knapp 2.313 Mio. t (Vorjahr 2.230 Mio.t) veranschlagt, besser als im ablaufenden Jahr. Den globalen Verbrauch schätzt das USDA auf 2.294 Mio. t (Vorjahr 2.248 Mio. t) höher zum Vorjahr.

Damit verbessert sich die weltweite Versorgungsbilanz auf einen Endbestand von 610 Mio. t im Vergleich zum noch laufenden Jahr mit nur 587 Mio. t. Die Reichweite der Vorräte steigt auf 97 Tage (Vorjahr 92 Tage).

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Im Falle des Weizens prognostiziert das USDA eine Welterzeugung von rd. 800 Mio. t (Vorjahr 788 Mio.t). Der Verbrauch wird auf 796 Mio. t veranschlagt. Demzufolge wird mit einem leichten Aufbau der Vorräte gerechnet.

Regional große Unterschiede

In den Haupterzeugungs-/Exportgebieten werden jedoch sehr unterschiedliche Entwicklungen festgestellt. Der größte Produktionseinbruch mit -17 % wird für die Ukraine vorausgesehen. Auch Russland wird aufgrund reduzierter Anbauflächen und nur durchschnittlicher Ertragserwartungen eine um -7,6 % geringere Weizenernte einfahren.

Ein starker Einbruch in Höhe von -26 % wird nach den beiden Rekordjahren in Australien unter La Niña-Bedingungen erwartet. Dagegen wird für Argentinien wieder mit einem durchschnittlichen Ernteergebnis von 19,5 Mio. t (Vorjahr 12,6 Mio. t) gerechnet.

In den USA wird nur eine geringfügig höhere Weizenernte vorausgesehen. Trotz verringerten Eigenverbrauchs und reduzierten Exports werden die US-Endbestände so niedrig wie seit 16 Jahren nicht mehr ausfallen. Damit werden die USA auf dem Weltmarkt sehr zurückhaltend beim Weizenverkauf auftreten können. Die Weizenerzeugung in der EU-27 soll um 4,5 % zulegen, ebenso wie der Export.

Auf der Importseite ragen die beachtlichen Steigerungen der Weizeneinfuhren der nordafrikanischen Länder, des mittleren Ostens und Südost-Asiens heraus. Dagegen wird für China eine Einschränkung der Einfuhren erwartet.

Insgesamt bleibt der weltweite Weizenmarkt nur knapp durchschnittlich versorgt. Die Kurse an den Börsen sind nach einem monatelangen Rückgang jetzt in eine Stabilisierungsphase eingebogen. Die bevorstehenden Entwicklungen in der Ukraine sorgen für eine wieder aufkeimende Versorgungsangst.

Maisbedarf größer als Erzeugung

Die Weltmaisernte schätzt das USDA auf 1.223 Mio. t (Vorjahr 1.151 Mio.t). Dem steht ein Verbrauch von 1.206 Mio. t gegenüber, sodass mit einem Bestandsaufbau gerechnet wird. Die Reichweite der Vorräte errechnet sich auf unveränderte 95 Tage.

Auf den einzelnen Standorten werden jedoch unterschiedliche Ergebnisse erwartet. Wieder ist es die Ukraine, deren Maiserzeugung nochmal -11 % niedriger auf 24,5 Mio. t erwartet wird. Im Vorkriegsjahr waren es noch 42 Mio. t. Dagegen werden in den USA +11 % Steigerung aufgrund der Anbauplanung und durchschnittlicher Erträge vorausgesagt. Nach dem katastrophalen Vorjahr mit nur 35 Mio. t soll die argentinische Maisernte wieder auf Durchschnittsniveau von 54 Mio. t ansteigen. Auch für die EU-27 wird nach dem schwachen Maisjahr 2022 wieder mit einem mittleren Ernteergebnis gerechnet.

Der weltweite Maishandel soll bei veränderten Warenströmen im Jahre 2023 mit +8 % wieder deutlich zulegen. Die beiden größten Exporteure Brasilien (57 Mio. t) und die USA (54 Mio. t) bestreiten zusammen rd. 57 % des Welthandels. Auf der Importseite stehen China (23 Mio. t), die EU (22,5 Mio. t), Mexiko (18 Mio. t) und Japan (15,5 Mio. t) auf den vorderen Plätzen.

Die Börsenkurse für Mais haben sich ebenfalls von ihrer Abwärtsentwicklung erholt und bewegen sich zurzeit auf einem steigenden Ast. In der Ukraine sind nur 1 % der Maisflächen von den Folgen des Staudammbruches betroffen.

Ihre Meinung ist uns wichtig!
Helfen Sie uns, unsere Angebote noch besser auf Ihre Bedürfnisse und Wünsche abzustimmen. Nehmen Sie teil an einer 15-minütigen Online-Befragung und erhalten Sie einen Gutschein für den top agrar Shop im Wert von 15 Euro.

Mehr zu dem Thema

top + Schnupperabo: 3 Monate für je 3,30€

Zugriff auf alle Inhalte auf topagrar.com | Tagesaktuelle Nachrichten, Preis- & Marktdaten

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.