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Westfleisch startet gut ins Jahr 2023

Der Konzern baut im laufenden Jahr Marktanteile aus. Der Vorstand rechnet aber mit einem harten Verdrängungswettbewerb in den kommenden Jahren.

Lesezeit: 3 Minuten

Der FleischvermarkterWestfleisch aus Münster konnte sich in den letzten Monaten am Markt gut behaupten. „Wir sind bislang gut unterwegs in 2023“, berichtete Finanzvorstand Carsten Schruck auf der Generalversammlung der Genossenschaft am Dienstag. Demnach baute das Unternehmen seine Marktanteile aus undkonnte in den ersten fünf Monaten 2023 seine Schweineschlachtungen um 0,7 % steigern, während der Gesamtmarkt in diesem Zeitraum gut 7 % verlor. Auch die Schlachtzahlen beim Großvieh stiegen bei Westfleisch im Vergleich zum schwachen Vorjahr um 5 %.

Die wirtschaftlichen Kennzahlen sind im neuen Jahr vielversprechend. Schruck präsentierte für die ersten fünf Monate des Jahres knapp 19 Mio. € Ergebnis vor Steuern. Das ist nochmals mehr als im ordentlichen Vorjahr.

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Erholung bei Frischfleisch plus Einsparungen

Der Vorstand erklärte die im Vergleich zum Verlustjahr 2021 deutlich verbesserten Ergebnisse mit den Marktumständen, die beim Frischfleisch wieder schwarze Zahlen ermöglichten. Zudem brachte das Maßnahmenprogramm "WEfficient", das Ende 2021 startete, konzernweit positive Auswirkungen. „Wir werden unser Ziel erreichen, bis Ende 2023 ein Einsparpotenzial im mittleren zweistelligen Millionen Euro-Bereich zu realisieren“, sagte Schruck. Das Unternehmen sei gut auf die Zukunft vorbereitet. Auf der Generalversammlung wurden zudem die vorläufigen Zahlen für 2022 bestätigt. Nach einem Verlust im Jahr 2021 erzielte Westfleisch im letzten Jahr einen Überschuss von 27 Mio. €. Der Umsatz stieg um 17 % auf 3 Mrd. €.

Mehr Werbung für Fleisch

Die Vorstandsmitglieder Michael Schulze Kalthoff und Johannes Steinhoff präsentierten wenige erfreuliche Zahlen zum Fleischkonsum. Der Pro-Kopf-Verzehr an Schweinefleisch fiel 2022 um 2,8 kg auf 29 kg. Bei Rind sieht es kaum besser aus. Minus 10 % auf nur noch 8,7 kg pro Kopf seien ein herber Rückschlag für die Branche.

Für 2023 erwartet die Westfleisch in beiden Segmenten aber eine Stabilisierung. Man wolle sich darauf aber nicht ausruhen, sondern strebe eine schlagkräftige Branchenkommunikation an. Wenn alles klappt, hofft Schulze Kalthoff auf einen zweistelligen Millionenbetrag, der für Fleischwerbung zur Verfügung steht. Wann es losgeht konnte er aber noch nicht konkret sagen.

„Ausleseprozess in der Schlachtbranche läuft“

Trotz der ordentlichen Zahlen schauen die Firmenlenker auch mit Sorge in die Zukunft und rechnen mit einem „Ausleseprozess“ in der Schlachtbranche. Dazu tragen demnach kurzfristige Krisen wie beispielsweise Inflation, Ukraine-Krieg, hohe Lohnforderungen etc. bei. Aber auch der mittelfristigen Transformationsdruck durch Tierwohlanforderungen, der Green Deal der EU oder auch das veränderte Konsumentenverhalten erhöhen den Druck.

Umstrukturierung: Kein Landwirt mehr im Vorstand

Die Generalversammlung beschloss die bereits Anfang März auf den "Westfleisch-Tagen" angekündigte Anpassung der Organisationsstruktur. Die drei ehrenamtlichen Mitglieder Dirk Niederstucke, Gerhard Meierzuherde und Jochen Westermann scheiden aus dem bisherigen sechsköpfigen Vorstand der Westfleisch SCE aus. Sie werden ihre langjährige Erfahrung in die Arbeit des Aufsichtsrats einbringen. Niederstucke, der bisherige Vorstandsvorsitzende, erklärte, dass die intensivere Arbeit des Aufsichtsrats die Stimme der Landwirte sichern und den landwirtschaftlich geprägten Charakter der Genossenschaft stärken werde.

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