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Düngemittelhersteller

Yara steigert Ergebnis trotz hoher Gaspreise

Aus der Krise des letzten Jahres geht der Düngerhersteller Yara gestärkt heraus. Die Norweger haben dank der Bauern gutes Geld verdient durch die Preisanhebungen und Gaspreisschwankungen.

Lesezeit: 2 Minuten

Der norwegische Düngerhersteller Yara hat 2022 von den hohen Preisen für Düngemittel profitiert. Eigenen Angaben zufolge erwirtschaftete der Konzern im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 2,58 Mrd. €; das war im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Plus von 2,23 Mrd. €. Gleichzeitig erhöhte sich der Umsatz um 6,90 Mrd. € auf 22,32 Mrd. €.

Das Unternehmen begründete die positive Geschäftsentwicklung vor allem mit höheren Verkaufspreisen für die eigenen Produkte. Dadurch seien der rückläufige Absatz und gestiegene Rohstoffkosten mehr als ausgeglichen worden.

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Die Produktionsmenge für 2022 wird auf 18,33 Mio. t Fertigdünger beziffert, nach 20,47 Mio. t im Vorjahr. Gleichzeitig sei die ausgelieferte Düngermenge um 20,7 % auf 22,69 Mio. t gesunken.

Starker Einfluss der Gaspreise

Nach Angaben von Yara hat die Nachfrage nach Stickstoff 2022 kräftig geschwankt, was vor allem auf die starke Volatilität der Gaspreise in Europa zurückgeführt wird. Das Unternehmen passte sich den Marktbedingungen an, indem es beispielsweise im vierten Quartal 2022 seine europäischen Anlagen zur Erzeugung von Ammoniak und Fertigdünger nur zu 70 % beziehungsweise 86 % auslastete.

Der Anstieg der Düngerpreise im vergangenen Jahr habe Landwirte und Verteiler in einigen Regionen dazu veranlasst, ihre Käufe aufzuschieben, berichtete Yara. Dadurch sei ein Angebotsüberhang entstanden, der gegen Ende 2022 und Anfang 2023 einen Preisrückgang verursacht habe. Nun könnten die Landwirte ihren Nachholbedarf decken. Die gesamten europäischen Kapazitäten für die Ammoniakerzeugung seien Branchenexperten zufolge aktuell zu 70 % ausgelastet, so der Konzern.

Indes dürfte nach Einschätzung von Unternehmensberatern die globale Aufstockung der Harnstoff-Produktionskapazitäten im laufenden Jahr die langjährige Wachstumsrate der betreffenden Nachfrage in Höhe von 2,6 % übertreffen, in den drei Folgejahren aber dahinter zurückbleiben. Allerdings zeigte sich Yara-Vorstandschef Svein Tore Holsether mit Blick auf die EU als Standort für die Düngemittelindustrie besorgt.

Der US-Inflation Reduction Act (IRA) werde die dringend benötigte Dekarbonisierungsdynamik schaffen und müsse von den EU-Behörden durch schnelles und mutiges Handeln beantwortet werden. Andernfalls riskiere die Gemeinschaft, nicht nur ihre Fähigkeit zur Dekarbonisierung, sondern auch wichtige Industrien zu verlieren, warnte Holsether.

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