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Langzeitkosten: Ökolandbau bei Umwelt- und Klimawirkungen dem konventionellem überlegen

Durch die Umweltentlastung bei der ökologischen Landwirtschaft könnte die Gesellschaft auf lange Sicht viel Geld sparen, sagt die TU München. Vor allem wegen der geringeren N-Düngung.

Lesezeit: 2 Minuten

Auf der Grünen Woche hat die TU München eine neue Studie zu den Umwelt- und Klimawirkungen des ökologischen Landbaus veröffentlicht. Die Forscher haben dazu Untersuchungsergebnisse im deutschlandweiten Netzwerk von 40 Bio- und 40 konventionellen Höfen verglichen.

Die ökologische Landwirtschaft ist bekanntlich in der Produktion aufwändiger und teurer. Nur wie verhalten sich die Kosten, wenn man beide Wirtschaftsformen nach ihren Auswirkungen und Folgen für Klima und Umwelt betrachtet?

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Ökolandbau hat die niedrigeren Folgekosten

Das Ergebnis: Auf Grundlage der besseren Stickstoff- und Treibhausgasbilanz beträgt die Einsparung je Hektar 750 bis 800 €. Bei einer Gesamt-Ökoanbaufläche von 1,8 Mio. ha, wie es sie im Jahr 2021 gab, beläuft sich die Einsparung auf insgesamt 1,5 Mrd. €, zitiert der Spiegel aus den Berechnungen. Bei einem Ökoflächenanteil von 30 %, wie er für 2030 anvisiert ist, soll dieser Betrag sogar auf 4 Mrd. € in Deutschland steigen.

Die TUM begründet dies laut dem Magazin mit dem um etwa 100 kg/ha geringeren N-Einsatz in der Düngung, was weniger Ammoniak, Lachgas und Nitrat in der Umwelt entlasse. Abgesehen davon habe weniger Dünger positive Auswirkungen auf Biodiversität und Trinkwasserschutz. Auch der Verzicht auf Mineraldüngerstickstoff und chemische Pflanzenschutzmittel halbiere den Energieeinsatz von 14 auf 7 kJ/ha und der Verzicht auf Soja in der Tierfütterung sorge für verminderte Emissionen. Nicht zuletzt sorgten vielfältige Fruchtfolgen dafür, dass der Boden ertragsstabiler wird – und mehr Kohlendioxid aufnehmen kann.

Zweifel am 30 % Ziel

Die Forscher der TU München gehen allerdings von 30 % Ökolandbau im Jahr 2030 aus. Bislang sieht es jedoch so aus, als werde das Ziel deutlich verfehlt. Zuletzt ist der Biohandel extrem unter Druck geraten: Aufgrund der hohen Energiepreise, der hohen Löhne und Kosten rechnet sich die Produktion bei vielen Erzeugern nicht mehr.

Hinzu kommt die hohe Inflation, die Verbraucher aus den Fachgeschäften und der Direktvermarktung treibt sowie der Preisdruck durch die großen Handelsketten, die inzwischen selbst alle Bioware zu günstigen Preisen im Sortiment haben – teils günstiger als konventionelle Ware. Der Umsatz im Biofachhandel war in der Folge seit März 2022 eingebrochen.

Die Forscher warnen nun, dass mit dem 30-Prozent-Ziel wichtige Umwelt- und Klimaschutzziele gefährdet seien. Nach einer Konsolidierung sollte die Ökoanbaufläche zügig weiter ausgebaut und das 30-Prozent-Ziel umgesetzt werden, so die TUM.

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