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Vorarlberg

Problemwölfe dürfen nun doch nicht geschossen werden

Das Landesverwaltungsgericht in Bregenz hat nach einem Einspruch diverser NGOs heute den Bescheid des Landes Vorarlberg zur Entnahmemöglichkeit von Problemwölfen gekippt. LK-Präsident Josef Moosbrugger schäumt.

Lesezeit: 3 Minuten

Dass das Landesverwaltungsgericht nach einem Einspruch diverser NGOs heute den Bescheid des Landes Vorarlberg zur Entnahmemöglichkeit von Problemwölfen gekippt hat, lässt Landwirtschaftskammer (LK) Vorarlberg-Präsident Josef Moosbrugger vor Zorn regelrecht schäumen.

"Dieselben, die immer darüber lamentieren, dass kleine Bergbauernhöfe zusperren, und an jeder Ecke einen Mangel an Tierwohl zu orten glauben, handeln wieder einmal vollkommen gegen das Wohl von Tier und Mensch. Was hier geschieht, ist pure Scheinheiligkeit auf Kosten unserer bäuerlichen Familienbetriebe und ihrer Tiere", wettert Moosbrugger. "Während unsere Bäuerinnen und Bauern bei der Wolfsdiskussion um das Wohl ihrer Tiere und um ihre blanke Existenzgrundlage kämpfen, handeln andere lediglich für die eigene Spendensammlung oder irgendwelche leblosen Paragrafen. Das werden wir sicherlich nicht stillschweigend hinnehmen und erdulden."

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Herdenschutz nur Feigenblattargument von Unwissenden

"Wie können es selbst ernannte Tierschützerinnen und Tierschützer eigentlich verantworten, dass auf unseren Alpen und Weiden, die den Nutztieren höchstes Tierwohl mit bestem Futter und Bewegungsfreiheit bieten, Schafe und Rinder bei lebendigem Leibe ausgeweidet werden und langsam verbluten müssen. Es ist völlig verfehlter 'Tierschutz', längst nicht mehr gefährdete, zigtausendfach in Europa umherstreifende Räuber zu schützen, aber die Weidetiere elendiglich zu Grunde gehen zu lassen," stellt Moosbrugger klar. "Und jeder, der sich ernsthaft mit dem Thema Herdenschutz auseinandergesetzt hat, weiß, dass das bei einer kleinstrukturierten Alp- und Weidewirtschaft mit Tierherden von wenigen Stück vollkommen unrealistisch ist und nur als Feigenblattargument von Unwissenden taugt."





"Und auch all die Touristinnen und Touristen, die den Sommer auf unseren Alpen und in einer herrlich gepflegten, offenen Landschaft genossen haben, möchte ich bitten zu bedenken: All das ist keineswegs gottgegeben, sondern das Ergebnis von harter bäuerlicher Arbeit - samt ihren Rindern, Schafen und Ziegen. Dieses kostbare Kulturgut sollte keineswegs als selbstverständlich, sondern als kostbar und bewahrenswert betrachtet werden", betont der LK Vorarlberg-Präsident. "Falsche Raubtierromantik gefährdet unsere über Jahrhunderte geschaffene und bewährte Alp- und Weidewirtschaft und den Tourismus."

Auf EU-Ebene kehrt langsam Realismus ein

"Während auf EU-Ebene - laut jüngsten Meldungen - langsam das dringendst notwendige Umdenken stattfindet und der Schutzstatus des Wolfes in Diskussion steht, müssen wir in Vorarlberg sogar um die Entnahme nachweislicher Problemwölfe kämpfen. Das kann und darf nicht sein! Recht sollte im Sinne unserer Lebensgrundlagen sprechen und handeln und nicht dagegen. Was hier propagiert wird, ist grobes Unrecht, dem wir so sicherlich nicht tatenlos zuschauen werden", erklärt Moosbrugger erzürnt. "Das Wissen und die Erfahrungen von Menschen in der Praxis, unseren Bäuerinnen und Bauern, sollte auch etwas wert sein, nicht nur die so genannte Expertise von Leuten, die sichtlich mehr in Papierstapeln zu Hause sind als in der bäuerlichen Realität."

Aus den Erfahrungen unserer Nachbarländer lernen

"Wer den Schutz von Problemwölfen in unserer kleinstrukturierten Landschaft unterstützt, hat das Leid unzähliger Tiere, die Existenzgrundlage unserer bäuerlichen Familien und auch viele Leistungen und Vorteile für alle Vorarlbergerinnen und Vorarlberger auf dem Gewissen. Wir sollten aus den Erfahrungen unserer Nachbarländer, die schon länger mit diesem Problem kämpfen, lernen und handeln, bevor wir eine ähnliche Dramatik samt Niedergang der kleinstrukturierten Alp- und Weidewirtschaft erleben. Der Schutz großer, längst nicht mehr gefährdeter Raubtiere ist Raubbau an den Lebensgrundlagen Vorarlbergs", schließt der LK Vorarlberg-Präsident.

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