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Landeshauptmann Doskozil will ins Molkerei-Geschäft einsteigen

Das Burgenland plant eine Bio-Molkerei, um die heimischen Milchbauern für den Umstieg auf Bioproduktion zu motivieren.

Lesezeit: 2 Minuten

"Das Burgenland soll wieder ein eigenständiges Standbein auf dem Molkerei-Sektor bekommen. Damit will man fixe Absatzmöglichkeiten und Preisstabilität für Milchviehbetriebe garantieren und neue Bio-Anreize schaffen", teilt das Land Burgenland über Medien mit. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil setzt seit einigen Jahren auf Biobetriebe im Land. Konventionelle Stallungen werden nicht mehr genehmigt. Auch beim Vollspaltenverbot mischte der Landeschef mit und ließ seine Juristen Einspruch beim Verwaltungsgericht einlegen. Die Übergangsfrist wurde gekippt.

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Jetzt lässt Doskozil mit Plänen aufhorchen, eine landeseigene Molkerei im Mittelburgenland zu errichten. Die 76 Milchkuhbetriebe im Land liefern großteils an Molkereien nach Niederösterreich oder in die Steiermark. Vier Betriebe liefern auch Biomilch, zu wenig für den Landeshauptmann, deshalb will er Anreize für einen Umstieg schaffen.

Bio-Molkerei im Burgenland

Aktuell arbeitet man mit Experten an einem Modell für eine eigenständige Bio-Molkerei im Burgenland. „Es gibt seit über 15 Jahren keine Molkerei im Burgenland. Das ist auch ein Nachteil für die heimischen Bio-Milchviehbetriebe, den wir jetzt kompensieren wollen. Einerseits soll die Schaffung einer Landesmolkerei fixe Absatzmöglichkeiten und Preisstabilität für unsere Erzeuger gewährleisten, damit verbunden wird auch der Weiterbestand dieser Bio-Betriebe langfristig abgesichert“, wird Doskozil zitiert. Er sieht eine Win-Win-Situation für die Landwirtschaft im Land und die Biostrategie des Landes.

Eigenbedarf der landesnahen Küchen abdecken

Laut dem Zeitungsbericht soll die „Burgenland-Molkerei“ in einem ersten Schritt die Verarbeitung von rund 500.000 kg Rohmilch für den Bedarf in den landeseigenen und landesnahen Küchen abdecken. Dafür seien zwei Standorte geplant: Im Mittelburgenland soll in Kooperation mit Milchbauern eine Bio-Molkerei entstehen, in der Landwirtschaftlichen Fachschule Güssing soll die Milch weiterverarbeitet werden - mit dem Schwerpunkt auf eine Schaukäserei.

Mit seinen Plänen für die „Burgenland-Molkerei“ teilt Doskozil auch in Richtung Bundesregierung aus. „Während der Bund Biobauern finanziell deutlich schlechter stellt, ist im Burgenland die Aufwertung und Absicherung der Landwirtschaft, insbesondere der Bio-Landwirtschaft, ein wichtiges Ziel. Es geht uns darum, der Landwirtschaft Zukunftsperspektiven zu geben und auch die nötige Wertschätzung zu vermitteln.“

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