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Wie eine Milchviehhalterin Mastitis bei Kühen durch pflanzliche Boli verhindert

Euterentzündungen abfangen bevor sie akut werden: Das praktiziert Pauline Schrattenecker aus Lohnsburg am Kobernaußerwald bei ihren Kühen mit pflanzlichen Boli.

Lesezeit: 2 Minuten

Alte Kühe mit gesunden Eutern sind das Ziel von Pauline Schrattenecker aus Lohnsburg am Kobernaußerwald. Die Zellzahl der Tankmilch ihrer 40 Braunviehkühe liegt stabil bei 119.000 Zellen. „Viele Euterentzündungen kann ich mit den pflanzlichen Boli abfangen, bevor sie akut werden“, berichtet sie.

AHV-Boli bei fortgeschrittener Mastitis

Fallen Kühe beim Probemelken mit Zellzahlen über 300.000 Zellen/ml auf, kontrolliert sie die Tiere mit einem Schalmtest. „Schlägt ein Viertel an, aber fehlt der Kuh sonst nichts, gebe ich ihr zwei Knoblauchboli. Ist die Mastitis schon weiter fortgeschritten, die Zellzahl schon in Richtung 1 Mio. Zellen unterwegs, dann setze ich zwei AHV-Boli ein.

Zusätzlich schmiere ich das Euter immer über mehrere Wochen mit Pfefferminzlotion ein“, erklärt Pauline ihre Strategie. „Beim Großteil der behandelten Kühe ist die Zellzahl dann beim nächsten Probemelken in Ordnung. Einige Kühe brauchen noch einen zweiten Anlauf.“

Infektionsrisiko senken

Ist die Mastitis akut und die Kuh offensichtlich krank, zögert Pauline nicht und setzt gleich antibiotische Eutertuben ein. Diese schweren Euterentzündungen kommen aber inzwischen seltener vor. Ein Grund ist, dass mit der Bolus-Behandlung aufkommende Euterprobleme während der Laktation schon im Keim erstickt werden. „Ich habe es davor nicht erlebt, dass sich Kühe während der Laktation selbst heilen konnten. Mithilfe der Boli klappt das jetzt“, so die Milcherzeugerin. Zum Trockenstellen nutzt sie generell antibiotische Trockensteller und senkt so das Infektionsrisiko.

Die Knoblauchboli gibt Pauline auch Kühen mit Stoffwechselproblemen zu Laktationsbeginn. „Die Wirkung ist super, die Kühe haben wieder richtig Hunger und werden lebendig.“

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