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topplus Insolvenz

Was brachte die Firma Syn Trac in finanzielle Schieflage

Nächster Konkurs in der Landtechnikbranche, die Firma Syn Trac hat am Landesgericht Wels ein Insolvenzverfahren beantragt. Fortführung des Betriebs ist geplant.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Firma Syn Trac GmbH aus Bad Goisern in Oberösterreich wirbt mit einer neuen Fahrzeugkategorie, die sie entwickelte. Der Geräteträger der neben der Landwirtschaft, vor allem in Kommunen, beim Militär und Katastrophenschutz zum Einsatz kommen sollte, hätte zum Verkaufsschlager werden sollen. Jetzt ist die Firma insolvent.

2017 wurde das Fahrzeug auf der Agritechnica präsentiert. Es ist vorne und hinten gleich aufgebaut und kann schnell und automatisch Anbaugeräte wechseln. Am Dienstag dem 16. Jänner hat das Unternehmen am Landesgericht in Wels ein Sanierungsverfahren eröffnet, wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) erklärt. Es geht um rund 15 Mio. € an Passiva. Die vorhandenen Aktiva werden mit einem Buchwert von rund 5,1 Mio. € angeführt.

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Von der Insolvenz sind 43 Dienstnehmer betroffen. Der derzeit vorliegende Sanierungsplan sieht eine 20 %-Quote vor. Das Unternehmen will den Betrieb grundsätzlich fortführen. Laut Angaben im Eröffnungsantrag sei eine positiven Geschäftsentwicklung in den Jahren 2023/2024 mit diversen Verkäufen nach Norwegen zu verzeichnen. Außerdem werden Vertragsverhandlungen mit zukünftigen Händlern in Deutschland geführt. "Der laufende Betrieb wird in gewohnter Qualität und Umfang aufrecht erhalten. Die Kunden werden weiter mit Ersatzteilen und Serviceleistungen versorgt", heißt es vom Unternehmen auf top agrar Österreich Anfrage.

Fortführung des Betriebs geplant

Hinzu kommen laut Eröffnungsantrag noch weitere Produktentwicklungen, welche gerade in der Prüfungsphase sind und für Autobahnbetreiber in Österreich, Deutschland und Schweiz von Interesse sein könnten. "Aus diesen Gründen geht die Schuldnerin davon aus, dass der angebotene Sanierungsplan erfüllt und das Unternehmen fortgeführt werden kann", heißt es vom AKV.

(Quelle: top agrar)

Raiffeisen OÖ investiert

Mit einem Anteil von 26 % hat sich die Raiffeisen KMU Beteiligungs AG (100%-Tochter der Raiffeisenlandesbank OÖ) gemeinsam mit einem Co-Investor im Zuge einer Kapitalerhöhung bei der Syn Trac GmbH beteiligt.

Nach jahrelanger Entwicklungsarbeit konnte im dritten Quartal 2023 die Serienreife des Fahrzeugs erreicht werden. "Dennoch konnten die geplanten Umsätze in keinem Geschäftsjahr erreicht werden. Durch die Coronapandemie und die Ukrainekrise und den damit einhergehenden Lieferengpässen erhöhte sich der Lagerbestand der Schuldnerin überproportional basierend auf den Planzahlen. Nach langer Abstimmung mit den Finanzierern und den Gesellschaftern der Schuldnerin wurde im Juli 2023 eine Restrukturierungsvereinbarung abgeschlossen", heißt es vom AKV.

Fahrzeug nicht bezahlt

Dennoch traf das Unternehmen eine ungeplante Verschiebung von Abschlüssen von Händlerverträgen in Deutschland, welche die Anschaffung eines Vorführfahrzeuges beinhalteten, andererseits tätigte ein Vertragshändler in Frankreich die Restzahlung eines schon ausgelieferten Fahrzeuges in Höhe von 300.000 € nicht, sodass das zweite bestellte Fahrzeug seit Wochen nicht abgeholt wird.

"Diese beiden Faktoren führten zu einem Liquiditätsengpass in Höhe von etwa EUR 1,5 Mio., der aktuell weder durch andere Umsätze kompensiert werden kann, noch durch die Gesellschafter gedeckt wird", erklärt der AKV.

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