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Düngeverordnung: LsV Bayern demonstriert gegen Ausweitung der Roten Gebiete

LsV Bayern beklagt eine Häufung von unfachlichen, nicht zukunftsorientierten und zum Teil misanthropischen politischen Entscheidungen. Gegen die Ausweitung der Roten Gebiete wurde wieder demonstriert.

Lesezeit: 2 Minuten

Auch am Sonntag waren wieder etliche hundert Landwirte unterwegs, um an Autobahnbrücken und Schnellstraßen Präsenz zu zeigen. Die Anzahl der Landwirte und der Schlepper hat sich gegenüber der letzten Mahnwache mehr als verdoppelt, sagt LsV Bayern.

Ging es vergangene Woche noch um Solidarität für die niederländischen Bauern, richtete sich der Protest gestern gegen die neue AVV (Allgemeine Verwaltungsvorschrift) für die Düngeverordnung, die der Bundesrat am Freitag beschlossen hat.

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Für LsV ist das ein weiterer massiver Eingriff in die nachhaltige Nahrungsmittelproduktion durch die Politik. "Anstatt das Nitratproblem ehrlich und zielgerichtet anzugehen, verwickelt sie sich lieber in Scheinlösungen um das politische Versagen der letzten 30 Jahre zu kaschieren, die aber in der Konsequenz die Lebensgrundlage vieler Menschen gefährdet", ärgern sich Rainer Seidl und Claus Hochrein in einem Brief.

Die "unfachlichen, nicht zukunftsorientierten und zum Teil misanthropischen politischen Entscheidungen" würden sich seit Jahren häufen. Nicht nur der Landwirt sei von diesen weitreichenden Entscheidungen betroffen, sondern auch alle die direkt und indirekt von ihm abhängen und die er auch versorgen muss.

"Die Ernährungssicherheit nimmt durch willkürliche Flächenstilllegungen, Einschränkungen durch den Green Deal, Farm to Fork und auch der neuen Düngeverordnung weiter ab. Die immer weitere Verlagerung der heimischen Produktion ins Ausland kann nicht die Lösung sein um die Vorgaben der EU für mehr Umweltschutz einzuhalten. Denn sie bewirkt im Endeffekt genau das Gegenteil durch einen viel höheren Flächenverbrauch, fragwürdigeren Standards und sehr viel weniger Nachhaltigkeit", so die beiden Landwirte.

Die politischen Entscheidungen in jüngster Zeit würden nicht nur den restlichen landwirtschaftlichen Betrieben ihre Existenz kosten, sondern die Grundlage für eine sichere Selbstversorgung von Nahrungsmitteln für die eigene Bevölkerung vernichten. Das kann laut Seidl und Hochrein nicht im Sinne der Bürger sein, die eigene Ernährungssouveränität so dermaßen durch Fehlentscheidungen so zu zerstören.

"Jeder landwirtschaftliche Betrieb der aufhört, bleibt für immer geschlossen. Im Jahr 2000 gab es noch ca. 470.000 Betriebe, heute sind es schon 45 % weniger. Wir brauchen jetzt sinnvolle, wissenschaftlich fundierte Entscheidungen, welche der Natur wirklich helfen, die heimische Landwirtschaft stärkt und die Versorgung mit sicheren Lebensmitteln sicherstellt", so die bayerischen LsV-Vorstände.

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