Der Fast-Food-Konzern McDonald's hat sein neues Wachstumskonzept präsentiert. Dieses sieht einen deutlichen Ausbau des Filialnetzes vor. Bis 2027 soll die Zahl der Restaurants auf 50.000 steigen, das wäre gut ein Fünftel mehr als heute, meldet die Tagesschau. Bisher betreibt McDonald's mehr als 41.000 Restaurants, wobei bis Jahresende bereits weitere 2.000 hinzugekommen sein sollen.
Kennern zufolge ist das Vorhaben sehr ambitioniert. So habe das Unternehmen zuvor 18 Jahre gebraucht, um von 30.000 auf 40.000 Restaurants anzuwachsen. Um den neuen Sprung so schnell zu schaffen, nimmt die Kette im kommenden Jahr laut Tagesschau 2,5 Mrd. Dollar in die Hand. Bis 2027 folgen dann jährlich weitere 300 bis 500 Mio. Dollar.
Stammkunden sollen Umsatzbringer werden
Möglich machen soll das alles ein Wachstum des Geschäfts. So habe sich bereits das Hühnchen-Sandwich "McCrispy" als Umsatztreiber erwiesen. Zudem profitierten die Amerikaner von mehr Online-Bestellungen und einer geschickten Preispolitik, die die Produkte im Vergleich zum Wettbewerb weniger teuer erscheinen lässt.
Ziel sei nun auch deutlich mehr Stammkunden zu gewinnen. Allein diese Gruppe soll im Jahr 2027 systemweit einen Umsatz von 45 Mrd. Dollar in die Kassen spülen; bislang seien es 20 Mrd. Schon kommendes Jahr soll der Umsatz durch neue Restaurants um 2,0 % und in den Jahren danach um 2,5 % steigen (eigene und Franchise).
Die Börse nahm die Expansionspläne jedoch verhalten auf. Die McDonald's-Aktie büßte im schwachen Konsumgüterumfeld im vorbörslichen Handel in New York rund ein halbes Prozent ein. Zuletzt hatte sie mit dem steigenden Markt noch starke Zugewinne einfahren können: Seit ihrem Tief Ende Oktober bei 233,40 Dollar steht ein Plus von knapp 15 % zu Buche, so die ARD-Börse.