Protest

Traktoren-Sternfahrt in Koblenz

Bis zu 400 Traktoren werden in der Koblenzer Innenstadt zu einer Demo erwartet. Bei der EU-Agrarministerkonferenz geht es heute um die Zukunft der EU-Landwirtschaft.

Koblenz erwartet am heutigen Dienstag nach Angaben der Stadt eine Sternfahrt von bis zu 400 Traktoren in der Innenstadt. Die Stadtverwaltung teilte mit, dass sich vor allem Berufspendler auf erhebliche Behinderungen einstellen müssen. Wer könne, solle die Innenstadt weiträumig umfahren, heißt es.

Beim Treffen der EU-Agrarminister in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle beginnen heute die eigentlichen Gespräche. Dabei soll es unter anderem um die Folgen der Corona-Pandemie für die Ernährungspolitik gehen. Weiterhin soll die angestrebte Einführung eines europaweit verbindlichen Tierwohlkennzeichens besprochen werden, das Verbrauchern an der Ladentheke Entscheidungen erleichtern soll, fasst der SWR zusammen. Zudem soll es um strengere Regeln auf EU-Ebene für Tiertransporte in Drittstaaten gehen.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau, Michael Horper, forderte die EU-Agrarminister im Vorfeld auf, sich mit den Zukunftsperspektiven junger Bauern zu befassen. So müssten künftige Gesetze und Verordnungen der EU ihnen mehr Planungssicherheit und betriebliche Handlungsspielräume garantieren.

Viele Betriebe stünden aktuell mit dem Rücken zur Wand, so Horper. Zahlreiche Auflagen, Bürokratie und Dumpingpreise machten es den Bauern schwer, unbeschwert zu arbeiten. Horper forderte außerdem, dass Umwelt- und Tierwohlmaßnahmen honoriert werden müssten. Es könne nicht sein, dass Landwirte wegen höherer Tierwohlauflagen in Konkurs gehen müssten, während gleichzeitig Billigimporte den Markt überschwemmten, sagte der Bauernpräsident.

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Anlässlich des Agrarmistertreffens am 1. September in Koblenz erinnert der Landesbauernverband BW daran, dass die Bauern für mehr Umweltschutz und Tierwohl bezahlt werden müssen.


Diskussionen zum Artikel

von Rudolf Rößle

Viel

Erfolg mit guten Reportergesprächen.

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