Carbon Farming

Weniger Pacht für regenerativ wirtschaftende Landwirte?

Klimaneutral bis 2045 - ein Ziel, das ohne Landwirte nicht umsetzbar ist. Chancen, Risiken und notwendige Schritte zur Umsetzung von "Carbon Farming" waren Thema beim DBV-Forum.

Mit dem Titel „Klimaneutralität in der Landwirtschaft – Carbon Farming als Teil der Lösung!?“ widmete sich ein Forum des Deutschen Bauernverbandes am Dienstag dieser Woche der Kohlenstoffspeicherung durch die Land- und Forstwirtschaft.

Die Kohlenstoffspeicherung in Wäldern, Böden und anderen vorhandenen Reservoirs spiele eine entscheidende Rolle, um die Erderwärmung zu stoppen. Das sagt Christian Holzleitner von der Europäischen Kommission. Für den Referatsleiter der Generaldirektion Klimapolitik steht es außer Frage, dass es 2050 einen anderen Kohlenstoffkreislauf geben wird, als heute: „Wir müssen den Einsatz an fossilem Kohlenstoff massiv reduzieren, Kohlenstoff aus der Atmosphäre ziehen und CO2 besser aus Abfällen und Abgasen wiederverwerten“, so seine Worte.

Neue Wertschöpfungsketten

Dieses Vorgehen führe zukünftig unweigerlich zu neuen Wertschöpfungsketten. Die Frage „Wie kann man Wirtschaften, ohne das Klima zu belasten?“ könne von der Landwirtschaft als Vorreiter beantwortet werden, wenn sie in das Thema „Carbon farming“ einsteigen. „Für jede zusätzlich eingespeicherte Tonne CO2 müssen Landwirte mit 30 bis 40 € entlohnt werden“, so Holzleitner in seinem Vortrag. Carbon farming bringe zusätzliches Einkommen und gleichzeitig fördere es die Biodiversität unserer Kulturlandschaft und die Fruchtbarkeit des Bodens. Beides stabilisiere langfristig das Klima.

Für Holzleitner gehören die Wiedervernässung von Mooren und Agroforst zu den Hauptmöglichkeiten von Carbon farming zu profitieren. In beiden Fällen ginge es nicht um „entweder oder“, sondern viel mehr, um eine Möglichkeit neben der aktiven Landwirtschaft eine zweite Einnahmequelle zu generieren. Hierzulande gebe es bereits positive Beispiele für dieses Vorgehen. Einzig die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen noch...

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