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​ Aldi: „Der Haltungswechsel kann nur gemeinsam funktionieren“​

Aldi will mit der Kampagne zum Haltungswechsel Fleisch und Milch bis 2030 in höheren Haltungsformen anbieten. Um das zu erreichen, setzt das Unternehmen auf Dialoge - u.a. mit der Landwirtschaft.

Lesezeit: 3 Minuten

Die Inflation zeigt sich spürbar am Einkaufsverhalten der Kunden, Tierwohl ist aber weiterhin gefragt. „Weil die Politik viele Fragen unbeantwortet lässt, müssen wir selbst aktiv werden, um Veränderungen voranzutreiben“, beschrieb Marc Sagel von Aldi Nord die Motivation des Discountriesen.

Ausstieg aus Haltungsform 1 bei Fleisch bis 2025

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„Ab April können wir mit unserer Eigenmarke Milsani auch Milch der Haltungsform 2 ins Regal stellen“, kündigte er zu Beginn seines Vortrags auf dem Berliner Milchforum an. Mit der Kommunikationskampagne #Haltungswechsel gab Aldi bekannt, bis 2025 bei Fleisch aus Haltungsform 1 auszusteigen. „Ausländische und internationale Spezialitäten sind davon ausgenommen“, erklärte der Director Sustainibility and Stakeholder Relations und beteuerte gleich im Anschluss, dass Aldi auf die deutsche Herkunft setzt: „Es gab bei Aldi noch nie so viel Frischfleisch mit deutscher Herkunft im Regal wie heute.“

Deutsche Herkunft bei Trinkmilch - mit Ausnahmen

Bei Trinkmilch will der Branchenprimus bis 2030 auf Haltungsform 1 und 2 verzichten, bis 2024 vollständig auf Haltungsform 1. „Bis 2024 wollen wir unser Sortiment im Trinkmilchbereich komplett auf deutsche Herkunft umstellen, allerdings wieder mit der Ausnahme ausländischer und internationaler Spezialitäten“, erklärte Marc Sagel. Schon jetzt mache Trinkmilch von Eigenmarken aus Haltungsform 3 und 4 etwa 45 % des Trinkmilch-Umsatzes aus.

Niemand kann besser Mehrwerte bei Produkten herstellen als Landwirte, beteuerte er.

Wir wollen verstehen, was Landwirte umtreibt, deshalb ist uns der Dialog sehr wichtig. - Marc Sagel

Aldi setze sich für eine zukunftsgerichtete Entwicklung der Landwirtschaft ein und unterstütze in der Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft (ZKHL) auch die nationale Herkunftskennzeichnung, erklärte Marc Sagel und ergänzte: „Der Haltungswechsel kann nur gemeinsam funktionieren.“ Auch mit NGOs sei das Handelsunternehmen dazu im Austausch.

Skepsis aus dem Publikum

Die anschließende Diskussion mit den Teilnehmenden des Berliner Milchforums zeigte, dass noch Skepsis gegenüber den Aldi-Bekenntnissen herrschte im Publikum. So skizzierte Frank Wetterich von der Gläsernen Molkerei die Situation des vergangenen Jahres, als Aldi den Biomilchpreis von einen Tag auf den anderen deutlich anhob und die hochwertigen Produkte damit im Regal stehen blieben. Bei den Molkereien oder den Landwirten kam von dem Mehrpreis nichts an. Situationen wie diese führten zu Vertrauensbrüchen und seien in puncto Haltungswechsel alles andere als zielführend, machte er deutlich. „Ich nehme das mit, wir werden das intern nochmal diskutieren“, versicherte Marc Sagel.

Aldi will für Mehrkosten zahlen

Sein Kollege Stephan Schoch, Teamlead Corporate Responsibility, Bereich Landwirtschaft von Aldi Süd beteuerte, dass der Discounter den Haltungswechsel in seiner DNA aufgenommen habe. „Der Haltungswechsel ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", erklärte er. Nicht nur die Politik und die Landwirtschaft, auch Aldi müsse seine Hausaufgaben machen. "Klar ist, dass Tierwohlware besser entlohnt werden muss als konventionelle Ware. Für die höheren Erzeugerkosten werden wir zahlen.“

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