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Folge der geringen Diversität

Camembert-Pilz immer schwerer zu züchten – Ist der Käse am Ende?

Um den berühmten französischen Weichkäse Camemberts herzustellen, wird der Pilz Penicillium camemberti benötigt. Der ist auf nicht mehr in ausreichender Menge vermehrbar.

Lesezeit: 2 Minuten

Drama in Frankreich: Forscher haben die kulinarische Fachwelt in Aufruhr versetzt, weil es vielleicht bald schon keinen Camembert mit seiner weißen, flaumigen Kruste mehr geben könnte. Denn für die Herstellung gibt es nur den einen Pilzstamm der Art Penicillium camemberti. Und der wird nicht geschlechtlich vermehrt; es kommt also kein neues Erbgut dazu.

Mit der Zeit hat er Medienberichten zufolge schon die Fähigkeit verloren, für die Reproduktion notwendige Sporen zu produzieren. Die Produzenten haben nun große Probleme, den Pilzstamm in ausreichender Menge zu bekommen.

Für die nächsten fünf bis zehn Jahre sei die Camembert-Industrie noch nicht bedroht", sagt eine Biologin. Sie will aber jetzt schon auf die Gefahren einer zu großen Vereinheitlichung von Arten aufmerksam machen.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass die Kruste eines Camemberts bis zur Hälfte des 20. Jahrhunderts teils auch leicht orange, gräulich oder grün war. Unternehmen hätten dann aber ausschließlich den weißen Pilzstamm genutzt, der bereits seit 1902 verwendet wird. Das Problem der geringen Diversität der Mikroorganismen bestehe auch bei anderen Käsesorten, etwa dem Roquefort, heißt es aus der Fachwelt. Der Camembert sei jedoch besonders bedroht.

Fachleute suchen nun nach Rettung. Denkbar wäre, Camembert mit anderen Pilzstämmen zu fermentieren, nur dann seien Farbe und Kruste etwas anders. Auch der Geschmack dürfte sich verändern. Bis es soweit ist, steht der gewohnte Käse aber weiter im Kühlregal.

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