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topplus Milchmarkt Ausblick

Milchpreise von mehr als 40 ct/kg auch 2024?

Wie entwickelt sich der Milchmarkt in den nächsten Monaten und dem kommenden Jahr? Darüber sprachen wir mit Dr. Kerstin Keunecke.

Lesezeit: 2 Minuten

Dr. Kerstin Keunecke ist Bereichsleiterin Milchwirtschaft bei der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI). Im Interview gibt sie einen Ausblick auf das Milchjahr 2024.

Frau Dr. Keunecke, das Jahr 2023 war herausfordernd für viele Milcherzeuger. Was erwartet die Betriebe 2024?

Keunecke: Aktuell gehen wir von einem stabileren Marktumfeld im kommenden Jahr aus als zu Beginn dieses Jahres. Die extremen Preisrückgänge Anfang 2023 waren eine Folge des ­Ungleichgewichtes zwischen An­gebot und Nachfrage. Jetzt verläuft die Milcherzeugung gedämpft und die Nachfrage hat sich leicht erholt. ­Damit sind die Produktpreise gestiegen, was sich bei den Erzeugerpreisen für Rohmilch in Form stabiler bis steigender Tendenzen niederschlagen wird.

Wie verändert sich die Milchmenge?

Keunecke: Anfang 2024 werden wir mit einer geringeren Milchmenge als im Vorjahr starten. Gründe sind das hohe Ausgangsniveau vor zwölf Monaten und eine sinkende Liquidität auf den Betrieben. Langfristig erwarten wir eher stabile bis leicht rückläufige Milchmengen in Europa. Auflagen und gesellschaftliche Ansprüche wirken sich produktionsdämpfend aus.

Wie entwickeln sich die Kosten?

Keunecke: Die Kosten werden hoch bleiben bzw. weiter steigen. Die steigenden Lohnkosten, Mautgebühren oder CO2-Bepreisungen belasten die Molkereien und Milcherzeuger gleichermaßen. Im laufenden Jahr sind die Erlöse in der Milchproduktion stärker gesunken als die variablen Kosten, ­damit sind die Margen wieder enger geworden. Das könnte den Strukturwandel wieder beschleunigen.

Wie verändert sich der Absatz von Trinkmilch und Molkereiprodukten?

Keunecke: Der Pro Kopf-Verbrauch von Konsummilch ist langfristig rückläufig, was sich voraussichtlich fortsetzen wird. Grund sind unter anderem kleinere Haushalte und auch der Wettbewerb mit Milchalternativen. Im Gegensatz dazu steigt die Nachfrage nach Käse kontinuierlich. Käse profitiert vom Trend zur fleischlosen Ernährung.

Wo pendelt sich der Milchpreis ein?

Keunecke: Der Erzeugerpreis wird sich kaum auf einem festen Wert einpendeln. Er wird immer auf und ab schwanken – abhängig von Angebot und Nachfrage. Allerdings sind die Preise auf ein neues Niveau gehoben: Seit 23 Monaten haben wir im Bundesschnitt Auszahlungspreise von mehr als 40 ct/kg Milch. Je nachdem wie sich Anlieferung und Nachfrage entwickeln, wird sich das 2024 fortsetzen.

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