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MEG Milch Board: "Sinkendes Angebot hilft den Bauern nur kurzfristig"

Nach Berechnungen des MEG Milch Board sind die Milcherzeugungskosten im Januar noch zu 119 % gedeckt. Aktuell führe das sinkende Angebot zur Stabilisierung der Preise.

Lesezeit: 2 Minuten

Nachdem die Milcherzeugungskosten bereits im Oktober mit 47,51 ct/kg auf einem neuen Allzeithoch lagen, stiegen sie bis Januar 2023 noch um weitere 0,19 ct auf 47,70 ct/kg. Gegenläufig dazu sanken die Milchauszahlungspreise von 59,33 auf 56,91 um 2,42 ct/kg. Im Norden war der Abfall der Milchauszahlungspreise am stärksten. Die Kostendeckung verringerte sich damit um 6 %. Trotzdem lag die Preis-Kosten-Ratio im Januar 2023 noch bei 1,19. Die Milcherzeugungskosten waren also zu 119 % gedeckt. Zu dem Ergebnis kommt die MEG Milch Board.

Im Vergleich der Bundesländer wiesen die Milchpreisveränderungen nach Angaben der MEG Milch Board eine sehr große Spannweite auf. Während die Preise in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland im Januar 2023 gegenüber Oktober 2022 noch um 0,71 ct bzw. 1,22 % angestiegen waren, fielen sie in Niedersachsen mit -5,45 ct bzw. -8,90 % am stärksten ab. Ob die Milchviehbetriebe auch in den nächsten Monaten ihre Kosten zur Erzeugung der Milch decken können, ist angesichts der aktuellen Entwicklungen also mehr als fraglich geworden.

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In den letzten fünf Jahren betrugen die Milcherzeugungskosten im Durchschnitt 46,32 ct/kg und der Milchauszahlungspreis durchschnittlich nur 38,32 ct. Nur für den sehr kurzen Zeitraum ab dem Stichmonat Juli 2022 wies der MMI eine Kostendeckung aus.

"Bäuerinnen und Bauern sollten handeln"

„Wir erleben wieder einmal ein Marktversagen,“ sagt dazu der Vorstandsvorsitzende der MEG Milch Board Frank Lenz. Verantwortlich sei die nachträgliche Festsetzung der Milchauszahlungspreise. Nach wie vor fehlten den Erzeugern zum Zeitpunkt der Produktionsentscheidung wichtige Informationen zur Marktsituation. Die dadurch verzögerte Reaktion könne für ein übermäßiges Angebot von Milch sorgen und beeinflusse den Milchauszahlungspreis.

Angemessen wäre hingegen die Bündelung der Angebotsmenge und ein Austausch auf Augenhöhe mit den Verarbeitern über notwendige Anpassungen der Angebotsmenge.

Die derzeit sinkenden Angebotsmengen werden Frank Lenz zufolge zu einer Stabilisierung der Milchpreise führen. Das nutze den Bauern aber nur kurzfristig. Langfristig werde es den Wellen der Volatilität Kraft und erinnere an den Schweinezyklus. Lenz appelliert: „Bäuerinnen und Bauern, es ist Zeit zu handeln. Bündelt Euch und setzt Eure Interessen in Milcherzeugergemeinschaften und in den Genossenschaften durch. Die Möglichkeiten haben wir, es ist an uns sie zu nutzen.“

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