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Verbände fordern von Özdemir ein Sicherheitsnetz für den Milchmarkt

Die Milcherzeugerverbände BDM, AbL, LsV und MEG Milch Board haben Positionspapier an Cem Özdemir verfasst. Sie fordern ein Sicherheitsnetz für den Milchmarkt.

Lesezeit: 3 Minuten

Aktuell sind die Milchpreise noch auf einem hohen Niveau. Doch erste Anzeichen deuten auf eine Wende am Milchmarkt hin und unter Umständen könnte das zu einer nächsten Krise führen. Das erklärten mehrere Milcherzeugerverbände, die ein Positionspapier mit Forderungen an den Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir verfasst haben.

Daran beteiligt sind der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Landwirtschaft verbindet Deutschland (LsV) und das MEG Milch Board.

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Verbände fordern EU-Sicherheitsnetz für den Milchmarkt

Die Verbände fordern den Minister dazu auf, das EU-Sicherheitsnetz für Agrarmärkte für den Milchmarkt scharfzuschalten. Der Milchmarkt habe seinen Kipp-Punkt längst überschritten, ein politisches Handeln sei daher dringend erforderlich, so die Verbandsvertreter übereinstimmend. In den Verhandlungen auf EU-Ebene müsse Bundesagrarminister Cem Özdemir eine Vorreiterrolle einnehmen.

Finanzieller Ausgleich bei reduzierter Milchanlieferung

So müsse unter anderem kurzfristige Möglichkeit geschaffen werden, Milchlieferungen gegen einen finanziellen Ausgleich zeitlich einzuschränken, um bei einem Überangebot reagieren zu können. Mittelfristig brauche es zudem ein Frühwarnsystem für die Agrarmärkte, um mit Marktanpassungsmaßnahmen rechtzeitig reagieren können. Auch fordern die Verbände eine Stärkung der Marktstellung von Erzeugern und die Novellierung des Artikels 148 der Gemeinsamen Marktordnung (GMO) mit verbindlichen Vorgaben für genossenschaftliche Milchlieferverträge.

„45 Cent sind die neuen 27 Cent“

Foldenauer hob mit Blick auf die Entwicklung der Milchmärkte hervor: „Die bisher guten Auszahlungspreise an die Erzeuger dürfen uns nicht dazu verleiten, zu glauben, dass doch alles gut ist. Seit Mitte 2022 zeigt sich die Wende deutlich.“

Er warnte davor, sich in trügerischer Sicherheit zu wiegen, weil man noch weit weg vom Preisniveau der letzten Krisenjahre sei. Betrachte man nur die variablen Kosten der Milchproduktion, die im Krisenjahr 2016 bei 27 Cent/kg Milch gelegen hätten, stelle sich heute angesichts massiv gestiegener Kosten ein völlig anderes Bild dar: „Für die variablen Kosten gilt: 45 Cent sind die neuen 27 Cent! Ab diesem Niveau befinden wir uns in massiven Liquiditätsschwierigkeiten!“

Erzeuger wollen auf Augenhöhe verhandeln

In einem Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre zeigte BDM-Sprecher Hans Foldenauer, welches Potenzial auch für Themen wie Tierwohl und Klimaschutz vorhanden wäre, wenn der Milchmarkt zum Verkäufermarkt wird. „Sehr deutlich wurde uns vor Augen geführt, welch massiven Einfluss ein ausgeglichener Markt auf die Marktstellung der Erzeuger hat. Plötzlich konnten wir auf anderer Augenhöhe verhandeln.“ Dies belege, dass die Forderungen für eine bessere Marktstellung der Erzeuger sorgen und zu einer nachhaltigen Entwicklung der Betriebe beitragen.

Hans Foldenauer weiter: „Fatal ist, dass die Markterholung der letzten beiden Jahre vor allem durch Betriebsaufgaben aufgrund langanhaltender wirtschaftlicher Probleme verursacht wurde. Ausgeglichene Märkte müssen durch sinnvolle Marktrahmenbedingungen ermöglicht werden – nicht durch weitere Betriebsaufgaben! Dafür brauchen wir politisches Handeln!“

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