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Milch NRW: "Milchpreis fällt nicht auf früheres Niveau zurück"

Trotz fallender Tendenzen bleiben die Milchpreise auf hohem Niveau. Die Landesvereinigung Milch NRW zeigt, wie sich Erzeuger- und Verbraucherpreise 2023 entwickeln könnten.

Lesezeit: 3 Minuten

Die deutschen Milchviehhalter müssen sich 2023 auf sinkende Milchpreise einstellen, können aber optimistisch bleiben: "Wir rechnen mit einem Niveau von 50 bis 55 ct/kg", sagte Hans Stöcker, Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft in Nordrhein-Westfalen (LV Milch NRW). "Die 60-Cent-Marke wird sich nicht halten lassen", bestätigte auch Geschäftsführer Dr. Rudolf Schmidt bei der Pressekonferenz der Landesvereinigung. "Trotzdem bewegen sich die Preise auf einem hohen Niveau, wie wir es in den letzten Jahrzehnten noch nicht gesehen haben", sagte er. 2022 lag der durchschnittliche Milchauszahlungspreis in NRW bei knapp über 52 ct/kg.

Wir rechnen 2023 mit Milchpreisen von 50 bis 55 ct/kg."
Hans Stöcker

Verbraucherpreise haben Preisspitze erreicht

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Auch die Verbraucherpreise haben ihren Höhepunkt erreicht und könnten im laufenden Jahr etwas sinken. Mit Inflation und Kostendruck sei jedoch auch in 2023 zu rechnen. "Die Schmerzgrenze für Preise wird sich verändern", erklärte Hans Stöcker. Er prognostiziert, dass die Lebensmittelpreise im Einzelhandel (LEH) nicht wieder auf das frühere Niveau zurückfallen werden. Milcherzeuger hätten in den vergangenen Jahren von der Substanz gelebt. Fast keiner hätte für den Preis kostendeckend Milch produzieren können.

Das zeigt auch der Strukturwandel, dessen negativer Trend sich auch in einem Jahr mit Rekordmilchpreisen weiter fortsetzt. Im Jahr 2022 gab es in NRW 4.805 Milchkuhhalter - das sind 180 Betriebe bzw. 3,6 % weniger als 2021. "Wir müssen sehen, was in den nächsten Jahren auf uns zu kommt, wenn die Milchpreise nicht mehr auf diesem hohen Niveau liegen", gab Dr. Rudolf Schmidt zu bedenken. Zudem würden die steigenden Produktionskosten einen Teil des guten Milchpreises auffressen.

Biomilch und pflanzliche Alternativen

Von höheren Produktionskosten sind auch Biomilcherzeuger betroffen. In diesem Bereich sind die Milchauszahlungspreise jedoch nur minimal gestiegen, sodass der Unterschied zu den konventionellen Preisen nur noch gering ist. "Wenn sich die Preisschere nicht wieder öffnet, werden es nicht mehr Betriebe, die auf die biologische Haltungsform umstellen. Ganz im Gegenteil, es könnten auch welche in die konventionelle Wirtschaftsweise zurückgehen", vermutet Schmidt. Das Ziel der Bundesregierung, dass zukünftig 30 % der Betriebe unter biologischen Rahmenbedingungen produzieren, hält er daher für politisches Wunschdenken.

Sowohl bei Biomilchprodukten als auch bei pflanzlichen Milchalternativen sind die Verbraucherpreise nur in geringem Maße gestiegen. Laut dem Geschäftsführer haben sich Milchersatzprodukte in den vergangenen Jahren ohnehin auf einem hohen Preisniveau bewegt. Weitere Steigerungen wirkten sich negativ auf das Kaufverhalten aus. Vorsitzender Hans Stöcker ist sich sicher: "Milch bleibt ein Premiumprodukt aufgrund der vielen positiven Inhaltsstoffe." Auch der ökologische Footprint sei nicht unbedingt schlechter, wenn man bedenkt, dass die Kuh Gras frisst und verwertet und nebenbei wichtige Nährstoffe produziert.

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