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Milchmarkt 2022: Preisrekorde trotz extremer Unsicherheit

Außerordentliche Herausforderungen und Milchauszahlungspreise in Rekordhöhe prägen das Jahr 2022. Mehr über die Marktlage im Jahr 2022 berichtet die ZMB.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Milchauszahlungspreise haben im Jahresdurchschnitt 2022 erstmals die 50-Cent-Marke geknackt - ein Rekord. Ebenso hat aber auch die Inflationsrate ein Rekordhoch erreicht. Nicht nur Lebensmittel sind im Schnitt um rund 21 % teuerer als im Vorjahr gewesen. Durch die Folgen des Angriffkrieges Russlands auf die Ukraine haben sich auch die Handelsströme für Erdgas, Kohle und Erdöl grundlegend verändert. Die gesamte Wertschöpfungskette Milch hatte zwischenzeitlich mit Lieferengpässen zu kämpen.

Milchanlieferung stabil, Inhaltsstoffe geringer

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Die angelieferte Milchmenge im Jahr 2022 beträgt schätzungsweise 31,9 Mio. t und hat sich etwa auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert. Die Gehalte an Fett und Eiweiß waren jedoch deutlich niedriger als in den Vorjahren. Bezogen auf die Trockenmasse stand demnach weniger Rohstoff zur Verfügung.

Im ersten Halbjahr war das Milchaufkommen bei rekordhohen Kosten für Dünger, Futtermittel und Energie sowie unterdurchschnittlichen Grundfutterqualitäten aus dem Vorjahr zunächst weiter zurückgegangen. Mit dem deutlichen Anstieg der Erzeugerpreise auf bis zu 60 ct/kg die Milchproduktion im Herbst trotz regional schwieriger Futterbedingungen wieder stärker angesprungen. Ein vorübergehendes Phänomen, das vermutlich auf kurzfristigen Mitnahmeeffekten beruht.

Die Anlieferung von Biomilch in Deutschland hat in den ersten zehn Monaten von 2022 einen Zuwachs von 3,0 % erreicht, während in anderen EU-Ländern teilweise rückläufige Entwicklungen eingesetzt haben. Der Anteil von Biomilch am gesamten Milchaufkommen der deutschen Molkereien ist auf 4,2 % gewachsen. Die Herstellung von Biomilcherzeugnissen hat hingegen abgenommen. Sie sank im Zeitraum Januar bis Oktober 2022 bei Trinkmilch um 10,9 %, bei Butter um 16,9 % und bei Käse um 3,7 %.

Milchpreise höher denn je

Die Milchauszahlungspreise sind kontinuierlich gestiegen und haben die 50-Cent-Marke im Jahresdurchschnitt erstmals übertroffen. Grund dafür sind unter anderem die höheren Erlöse für die verschiedenen Milchprodukte.

Der durchschnittliche Preis für konventionelle Milch ab Hof mit 4,0 % und 3,4 % Eiweiß ohne MwSt. dürfte sich einschließlich Nachzahlungen für 2022 auf etwa 53 ct/kg belaufen haben. Das waren gut 15 ct mehr als der bisherige Rekordwert von 37,58 ct im Jahr 2014 und 46 % mehr als im Vorjahr. Auch die Erzeugerpreise für Bio-Milch erreichten einen neuen historischen Höchststand. Der Preisabstand zwischen ökologischer und konventioneller Milch hat sich aber deutlich verringert.

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