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topplus (Bio-)Milchmarkt

Milchmarkt: Das IGMilchbarometer steigt, Biomilch nicht kostendeckend

Das IGMilchbarometer ist im Oktober gestiegen. Ein Rückblick der MEG Milch Board auf die Biomilchpreise zeigt, dass die Kosten der Biomilchkuhbetriebe nicht gedeckt sind.

Lesezeit: 3 Minuten

Ende Oktober steigt das aus den Börsenkursen der zukünftigen 12 Monate berechnete IG-Milchbarometer gegenüber dem Vormonat um 1,9 Ct auf 45,4 Ct/kg Milch. Der Wert berechnet sich aus den Börsenkursen der zukünftigen zwölf Monate.

Die Veränderung der Barometerwerte resultiert aus den deutlichen Preissteigerungen an der EEX-Börse für die in den zukünftigen zwölf Monaten gehandelte Butter (+4,6%) und für das gehandelte Magermilchpulver (+2,5%).

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Weniger Milch führt zu höherer Prognose

Der grünen IGMilchbarometerkurve vom 25. Oktober zufolge, erhöhen sich die Preiserwartungen für die nächsten zwölf Monate um weitere knapp 2 Ct, nachdem es im September bereits eine deutliche Korrektur nach oben gab. Wie bereits im Vormonat stehen als Hauptgründe hinter dieser Entwicklung die Abschwächung der weltweiten Milchanlieferungen, die Reduzierungen der Lagerbestände und eine sich stabil entwickelnde Nachfrageseite. Dadurch steigt derzeit das internationale Preisniveau und auch die Erwartungen an den Weltmärkten. Allerdings ist zu beachten, dass es bei kleineren Ereignissen zu schnellen Preiserhöhungen und -senkungen kommen kann, da die Elastizität der Angebotsseite schwächer ist.

Das IGMilchbarometer soll Milcherzeugerinnen und Milcherzeuger bei der aktuellen Einschätzung der zukünftigen Marktsituation und bei deren Milchmengenplanung für die nächsten Monate unterstützen. Es bildet keine zukünftigen Milchpreise ab.

Kosten für Biomilchproduktion so hoch wie nie zuvor

Keine Preisprognose, dafür einen Rückblick auf den Biomilchmarkt nahm die MEG Milch Board vor und kam zu dem Ergebnis, dass den Biomilchproduzentinnen und -produzenten 8,59 ct/kg zur Kostendeckung fehlen. Die Biomilch-Erzeugungskosten in Deutschland lagen im Wirtschaftsjahr 2022/23 bei 68,95 ct/kg, erklärt die MEG Milch Board in einer Pressemitteilung. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Produktionskosten 2,64 ct/kg höher, sodass der Index von 99 auf 103 Punkte kletterte. Damit sind die Biomilch-Erzeugungskosten so hoch wie nie zuvor. Insbesondere die Ausgaben für Energie (+18 %), Unterhalt (+20 %) und das zugekaufte Futter (+12 %) sind das zweite Wirtschaftsjahr in Folge sehr deutlich gestiegen, heißt es weiter. Zusammen mit den allgemeinen Betriebskosten ergeben sich pagatorische Kosten von 66,65 ct/kg.

Da aber auch die Erzeugerpreise für Biomilch im Vergleich zum Vorjahr von 52,31 auf 60,36 ct/kg um 15 % stiegen, verringerte sich die Kostenunterdeckung im Vergleich zum Vorjahr um 9 % auf - 12 %. Im Wirtschaftsjahr 2022/2023 deckte der Biomilchpreis dennoch nur 88 % der Milcherzeugungskosten.

Ein fairer Biomilchpreis sähe allerdings anders aus." - Frank Lenz

„Ein fairer Biomilchpreis sähe allerdings anders aus,“ stellt der Vorstandsvorsitzende der MEG Milch Board Frank Lenz fest. „Allein zur Kostendeckung fehlen 8,59 Cent. Die zur Sicherung einer nachhaltigen Existenz notwendigen Gewinne könnten die Biomilchviehbetriebe davon allerdings immer noch nicht erwirtschaften. In den letzten Monaten sind die Erzeugerpreise für Biomilch abgestürzt, während der wirtschaftliche Druck blieb. Aktuell liegen sie unter 55,00 ct/kg. Die Schere zwischen Kosten und Erlösen geht also wieder deutlich auseinander.“ Frank Lenz fordert, konkrete Mengen- und Preisangaben in Milchkaufverträgen durchzusetzen, um den Markt besser regulieren und damit höhere Preise durchsetzen zu können.

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