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Bauern wenden sich ab

Molkereimitarbeiter planen Protestaktion gegen Kündigungen beim DMK

Für Dienstag kündigt die Gewerkschaft bei der Aufsichtsratssitzung des Deutschen Milchkontors eine Protestaktion an. Die Molkerei will 150 Mitarbeiter entlassen.

Lesezeit: 3 Minuten

Frust bei Bauern und Belegschaft auf das Deutsche Milchkontor (DMK). Das größte Molkereiunternehmen in Deutschland mit Sitz in Bremen will rund 150 Stellen streichen - 35 davon in Edewecht.

Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) wirft der Firma Managementfehler vor und plant mit dem Betriebsrat eine Protestaktion bei der DMK-Aufsichtsratssitzung am Dienstag, 23. April. „Wir planen auch in Edewecht am 23. April gegen 13:00 Uhr eine Info Veranstaltung“, sagte der Vorsitzende des DMK-Gesamtbetriebsrats, Thomas Krause, im Gespräch mit dem General Anzeiger.

„Wir fragen uns, warum das Unternehmen die PS, die die Mitarbeiter leisten, nicht auf die Straße bekommt.“ Außerdem habe man die Hamburger Unternehmensberatung WMP Consult beauftragt, ein Gutachten zu dem angekündigten Stellenabbau zu erstellen. Krause hofft, dass sich die Streichung noch abwenden lässt.

Milchrückgang Grund für die Entlassungen

DMK-Sprecher Oliver Bartelt begründet die geplanten Umstrukturierung unter anderem mit geringeren Milchmengen, die im nächsten Jahr verarbeitet werden können. „Zum Ende dieses Jahres haben etwa 500 Landwirte ihre Verträge mit uns gekündigt“, sagt Bartelt der Ostfriesenzeitung. Das entspreche 700 Mio. kg weniger Milch. Offenbar seien die Milchbauern mit den Preisen des DMK unzufrieden. „2022 hat DMK noch zu den Top aus Zahlern gezählt“, räumte Bartelt ein. 2023 habe man leider um 3 Cent pro Kilo Milch unter dem Durchschnitt gelegen.

Laut Bartelt lag der Preis im Jahr 2022 bei über 60 Cent. Mittlerweile sei man wieder bei 43,5 Cent angelangt. Er hoffe daher, dass einige Landwirte Ende des Jahres ihre Kündigung zurückzögen.

„DMK hat einfach die Landwirte nicht richtig betreut“, kontert Johanna Waldeck. Sie vertritt die Gewerkschaft NGG in Ostfriesland und Oldenburg. „Da sind im Bereich Vertrieb einige Fehler gemacht worden.“

Bereits Mitte März hatte die DMK Group bekanntgegeben dass ein Produktionsstopp in Dargun (Mecklenburg-Vorpommern) geprüft werde. In Everswinkel (NRW) könne zudem eine Milchannahme eingestellt werden. In Edewecht wiederum soll weniger Käse hergestellt werden. In Hohenwestedt (Schleswig-Holstein) wird möglicherweise ein Pulverturm nicht länger betrieben.

DMK Group ernennt neuen COO für das Geschäftsfeld Private Label

Stefan Keller übernimmt zum 1. Mai 2024 die Position des Chief Operating Officer (COO) der Business Unit Private Label innerhalb der DMK Group. Er folgt auf Thorsten Rodehüser, der das Unternehmen im letzten Jahr für eine berufliche Veränderung verlassen hatte.

Keller ist bereits seit 2007 in verschiedenen leitenden Vertriebs-Funktionen für die DMK Group tätig, aktuell als Commercial Director der Business Unit Private Label. Der Bereich Private Label war für mich schon immer ein extrem spannendes Geschäftsfeld. Man ist ganz nah dran an seinen Kunden und kann gemeinsam mit ihnen die für sie passende Lösung entwickeln. In diesem Bereich zu arbeiten heißt die Ernährung und den Markt von morgen aktiv mitzugestalten, Trends zu erkennen und neue Entwicklungen frühzeitig mitzudenken", erklärt Keller.

Die DMK Group hat nach eigenen Angaben etwa 5.000 Milchbauern unter Vertrag und beschäftigt an mehr als 20 Standorten rund 7.000 Mitarbeiter.

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