Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Stilllegung 2024 Güllesaison

topplus Strukturwandel schlägt durch

Viele niederländische Milchvieh- und Schweinehalter vor dem Ausstieg

Das ungünstige wirtschaftliche und politische Umfeld wird wahrscheinlich bald viele niederländische Milchvieh- und Schweinehalter zum Verkauf ihrer Betriebe veranlassen.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Aussichten für viele Schweinehalter in den Niederlanden sind nach Einschätzung des niederländischen Verbandes der Immobilienmakler und -gutachter (NVM) nicht rosig und die Perspektiven für zahlreiche Milchviehbetriebe sogar häufig „düster“. Dem Verband zufolge belief sich der mittlere Preis für komplette Milchviehbetriebe in der ersten Hälfte des laufenden Jahres auf etwa 3 Mio. €, nach 3,5 Mio. € im Gesamtjahr 2022. Im vergangenen Jahr seien fast 60 Betriebe verkauft worden und in den beiden Vorjahren sogar jeweils mehr als 70. Nun sei damit zu rechnen, dass bald noch mehr Milcherzeuger aufgeben werden.

Was sind die Gründe?

Newsletter bestellen

Das Wichtigste zu den Themen Rind + Milch mittwochs per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Als Begründung für ihre Prognose führen die Makler unter anderem an, dass die Milchpreise 2023 stark gesunken sind. Außerdem emittierten zahlreiche Milchviehbetriebe in der Nähe von Naturschutzgebieten übermäßig Stickstoff und müssten deshalb nach den Plänen der Haager Regierung entsprechend gegensteuern. Die dadurch entstehenden Kosten könnten viele aber nicht stemmen. Zusätzlich würden Investitionen erschwert durch hohe Zinsen und strengere Kreditvergabekonditionen der Banken. Deshalb komme häufig nur der Verkauf als Alternative in Frage. Andere Milchviehhalter dürften ihr Unternehmen in andere, weniger stickstoffsensible Gebiete in den Niederlanden oder sogar ins Ausland verlagern.

Wie siehts bei den Schweinehaltern aus?

Auch mit Blick auf die Schweinehalter geht der NVM davon aus, dass bald mehr Betriebe zum Verkauf stehen dürften. Nach dem guten Jahresstart mit steigenden Schweinepreisen und sinkenden Futterkosten sei der Markt für Schweinemastbetriebe zurzeit aber noch relativ ruhig. Außerdem hätten viele Bauern auf klare Betriebsaufgaberegelungen gewartet. Deshalb sei die Zahl der zum Verkauf stehenden und verkauften Unternehmen sogar seit mehreren Jahren in Folge rückläufig gewesen. Beispielsweise wurden 2022 weniger als zehn Betriebe veräußert; 2019 waren es noch 35. Allerdings können sich Viehhalter seit Juli 2023 für das nationale Betriebsaufgabeprogramm zur Senkung von Stickstoffemissionen anmelden. In der Folge dürften nach Einschätzung der Makler in den kommenden Monaten wieder mehr Schweinebetriebe zum Verkauf stehen.

Mehr zu dem Thema

6

Bereits 6 Leser haben kommentiert!

Werden Sie top agrar-Abonnent und teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Lesern.
Jetzt abonnieren
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen.
top + Das Abo, das sich rechnet!

3 Monate top agrar Digital + gratis Wintermützen-Set + Gewinnchance für 19,80 €!

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.