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Unfruchtbarkeit bei Kühen: Was bringt ß-Carotin?

Bei hartnäckigen Fruchtbarkeitsstörungen wird oft ein Mangel an ß-Carotin vermutet. Eine Studie zeigt, wann die Fütterung von ß-Carotin die Fruchtbarkeit wirklich verbessern kann.

Lesezeit: 2 Minuten

Ältere Studien beschreiben einen ­Zusammenhang zwischen niedrigen Konzentrationen an ß-Carotin und Fruchtbarkeit, Eutergesundheit und Milchleistung. Harte Daten aus guten wissenschaftlichen Untersuchungen sind jedoch rar.

Neueste Erkenntnisse stellen jedoch eine pauschale Ergänzung von ß-Carotin infrage. Diese fasst Prof. Wolfgang Heuwieser von der Freien Universität Berlin in seinem Blog zusammen:

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In der Transitphase erfolgt eine enorme Umstellung im Energiestoffwechsel. Die Belastung führt neben einer negativen Energiebilanz auch zu Stress durch reaktive Sauerstoffspezies. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen gefährden die Gesundheit der Tiere. Gegenspieler sind Antioxidantien wie Vitamin E und A sowie ß-Carotin (Vorstufe von Vitamin A). Sie sind u. a. beim Zellschutz, der Bildung von Immunzellen und der Entwicklung der Eizellen wichtig.

Die Arbeitsgruppe von James ­Drackley, Universität Illinois, hat die Wirkung der ß-Carotin-Gabe in der Trockenstehphase bei hochleistenden Kühen mit ausreichender Vitamin A- und E-Versorgung, aber zu niedrigem ß-Carotin Status, untersucht. Sie führten die Studie auf einem Betrieb mit ­einer Leistung von 14.000 l Milch und guter Fruchtbarkeit durch.

Drei Wochen vor der erwarteten Kalbung ­teilten sie 94 Kühe in zwei Gruppen. Die Kontrollgruppe erhielt zusätzlich zur Ration 175 g einer Mischung aus Mais, Melasse, Rüben und Hefe. Die Versuchsgruppe erhielt die gleiche Mischung plus 800 mg ß-Carotin.

Das sind die Ergebnisse:

  • Das Füttern von ß-Carotin steigert die Konzentration im Blutserum der Kühe tatsächlich.
  • Bei ausreichender Versorgung mit Vitamin A und ­E hat die Zufütterung keine ­positive Wirkung auf Milchleistung, Stoffwechsel, Fruchtbarkeit oder ­Erkrankungen.
  • Vor dem Zufüttern von ß-Carotin sollte die Vitamin A- und E-Konzentration im Blutserum bestimmt werden.

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