Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Stilllegung 2024 Güllesaison

topplus Klimaschutz

Scharfe Debatte in Irland: Hunderttausende Kühe fürs Klima killen?

Um Emissionen zu reduzieren, plant Irland, die Milchkuhbestände abzustocken. Landwirte sollen Entschädigungen erhalten, wenn sie Tiere schlachten.

Lesezeit: 2 Minuten

Nach den Niederlanden diskutiert jetzt auch die grüne Insel darüber, die Kuhzahlen deutlich zu reduzieren, um die Klimaschutzziele der EU zu erfüllen.

Bis 2030 muss der irische Landwirtschaftssektor die Emissionen um 25 % reduzieren. Um das zu erreichen, lautet ein jetzt bekannt gewordener Vorschlag des Agrarministeriums: Die Zahl der Milchkühe soll sinken und zwar deutlich um insgesamt 10 % oder rund 740.000 Kühe. In einem ersten Schritt soll der Rinderbestand über einen Zeitraum von drei Jahren um pro Jahr 65.000 Tiere - also insgesamt ca 200.000 Tiere - reduziert werden.

Newsletter bestellen

Das Wichtigste zu den Themen Rind + Milch mittwochs per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Landwirte sollen eine Entschädigung von etwa 3.000 € pro Tier bekommen. Die Regierung kalkuliert demnach mit Kosten von rund 600 Mio. €. Landwirtschaftsminister Charlie McConalogue will damit vor allem ältere Betriebsleiter erreichen. Nachdem das Papier auf Anfrage der irischen Presse bekannt wurde, betonte der Agrarminister jedoch, dass dies noch keine finalen Pläne seien. Vielmehr prüfe man aktuell verschiedene Möglichkeiten, um die Emissionen der Agrarbranche zu senken. Dazu zähle unter anderem ein freiwilliges Reduktionsprogramm für Milchvieh.

Landwirte empört

Tim Cullinan, Präsident des irischen Bauernverbands, sagte: „Berichte wie dieser wecken den Eindruck, dass die Regierung hinter den Kulissen daran arbeitet, unsere Milch- und Viehwirtschaft zu untergraben.“ Zwar gebe es Landwirte, die aussteigen wollen. Doch Cullinan plädierte dafür, die nächste Generation Landwirte mehr zu unterstützen.

Tim Cullinan warnte davor, dass mit diesen Plänen die Milch- und Fleischproduktion aus Irland in andere Länder abwandert und dort einen höheren CO2-Fußabdruck verursacht. Somit würde sich die globale Erwärmung verstärken statt verringern. Die Produktion von Milch und Fleisch basiert in Irland vor allem auf der Weidewirtschaft, welche im Vergleich zur anderen Ländern weniger klimawirksame Emissionen verursacht.

Milchkühe zu Unrecht am Pranger

Pat McCormack, Vorsitzender des Verbandes der Milchlieferanten, (Irish Creamery Milk Suppliers Association) findet es „frustrierend“, dass die Milchwirtschaft an den Pranger gestellt wird. Die Viehherden seien nicht größer als vor 25 oder 30 Jahren. Die CO2-Emissionen des Verkehrs oder der Luftfahrt seien mehr gestiegen. Grundsätzlich seien Landwirte bereit, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Voraussetzung sei, dass solche Reduktionsprogramme freiwillig laufen.

Mehr zu dem Thema

23

Bereits 23 Leser haben kommentiert!

Werden Sie top agrar-Abonnent und teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Lesern.
Jetzt abonnieren
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen.
top + top informiert ins Frühjahr

3 Monate top agrar Digital + gratis Wintermützen-Set + Gewinnchance für 19,80 €

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.