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Neue Melk- und Futterzeiten

Zeitumstellung am Sonntag vor allem für Kühe ein Problem

Schon für die große Mehrheit der Menschen ist die Zeitumstellung ein Ärgernis. Warum die Politik das ignoriert und die Nutztiere auf Sonntag unruhig werden, lesen Sie hier.

Lesezeit: 4 Minuten

Sonntagmorgen um 3 Uhr ist es wieder so weit, dann werden die Uhren um eine Stunde zurück von Sommer- auf Winterzeit gestellt. 80 % der Deutschen sind laut einer DAK-Umfrage aus 2018 unzufrieden mit dem ständigen Wechsel. Und auch eine EU-Umfrage zeigte, dass 84 % der Bürger für eine Abschaffung sind.

2019 stimmte dann zwar das EU-Parlament dem Vorschlag der EU-Kommission zu, die Umstellung 2021 abzuschaffen. Doch seitdem ist nichts passiert. Die Umstellung soll nun doch bis mindestens Ende 2026 bleiben.

Gefordert wären jetzt die EU-Mitgliedsstaaten, die Abschaffung der Sommerzeit voranzutreiben. Seit Dezember 2019 haben sie das Thema im Europäischen Rat aber nicht mehr angefasst. Einige Staaten sind auch recht zögerlich, wie zu hören ist. Denn je nach geografischer Lage hat die Sommerzeit oder die Winterzeit für das jeweilige Land erhebliche Vorteile, und die will niemand aufgeben.

Es muss am Ende jedoch eine einheitliche Entscheidung sein, damit kein Flickenteppich bei den Zeitzonen entsteht. Sonst wären die Auswirkungen für Tourismus und Wirtschaft möglicherweise dramatisch, wie es heißt.

Tipp: Ein lesenswertes Interview über die Gründe der Blockade lesen Sie hier beim SWR mit Stephan Ueberbach.

Kühe langsam umstellen

Somit müssen auch die Landwirte am Wochenende ihre Tiere wieder auf die neue Zeit trimmen. Vor allem Kühe haben ein Problem mit der Umstellung auf Winter- und Sommerzeit, merkt der Rheinische Landwirtschaftsverband RLV an. Ihre innere Uhr sagt ihnen, wann es Zeit zum Melken ist. Die Landwirte passen deshalb die Melkzeiten schrittweise an den neuen Rhythmus an. Das hilft den sensiblen Tieren, sich an die jährliche Zeitumstellung zu gewöhnen.

Erleichtert wird die Zeitumstellung für die Kühe durch automatische Melksysteme. Diese werden zunehmend beliebter, schließlich bedeuten sie auch für die Landwirte eine geringere Arbeitsbelastung und flexiblere Arbeitszeiten. Die Kühe können selbst entscheiden, wann sie gemolken werden, egal ob am Tag oder in der Nacht. Damit entfällt der Umstellungs-Jetlag. Dank der neuen Technik ist die Zeitumstellung für die Kühe kaum mehr spürbar, so der RLV.

Auch bei der Fütterung der Milchkühe stellt die Zeitumstellung kein großes Problem dar. In den modernen Ställen haben die Kühe den ganzen Tag über Zugang zu Futter und Wasser und können sich nach Bedarf selbst bedienen, so der Verband.

In der Schweine- und Geflügelhaltung ist es ebenso: Die Futtercomputer werden in einem Schwung umgestellt. Das kann anfangs noch für Unruhe im Stall sorgen, aber die Tiere gewöhnen sich dann schnell an die neuen Zeiten.

Jetzt besonders viele Unfälle mit Damwild und Wildschwein

Die Zeitumstellung dürfte jetzt aber auf den Straßen auch wieder zu mehr Wildunfällen führen, mahnt der Deutsche Jagdverband. Neben Rehen und Wildschweinen stehen die unfallträchtigsten Monate bevor. Die meisten Meldungen erwartet die Polizei in der Zeit von 7 bis 10 Uhr morgens.

Im Norden Deutschlands kommt eine weitere unfallträchtige Art vor: das Damwild. Diese mittelgroße Hirschart gerät im Oktober und November häufig unter die Räder, also in der Paarungszeit. Besonders betroffen sind die männlichen Tiere mit über 40 % der Wildunfälle im Jahresverlauf.

Die meisten Tiere werden morgens zwischen 7 und 9 und abends zwischen 18 und 21 Uhr gemeldet. Zu diesen Ergebnissen kommen Wissenschaftler, die rund 54.600 Datensätze aus dem Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de)für den Deutschen Jagdverband (DJV) ausgewertet haben. Verkehrsteilnehmer haben diese Daten erhoben in der Zeit vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2023.

Die meisten Unfälle mit Reh

Im Jahresverlauf passieren laut Tierfund-Kataster die meisten erfassten Wildundfälle mit Rehen – und zwar 48 %. Danach folgt die Gruppe der Raubsäuger von Fuchs, Waschbär, Dachs und Marderhund mit insgesamt 14 %. Auf Platz drei liegen Hase und Kaninchen mit insgesamt 11 %. Ebenso häufig wie Wildschweine melden Verkehrsteilnehmer überfahrene Igel am Straßenrand: Sie machen jeweils 4 % der Fälle aus.

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