Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Sonstiges

Stilllegung 2024 Nässe auf den Feldern Güllesaison

topplus Melkroutine

7 Tipps zum richtigen Ablauf beim Melken

Effiziente Abläufe, gleiche Vorgehensweisen, konsequente Umsetzung: Eine durchdachte Melkroutine entlastet Melker/innen und sichert die Eutergesundheit. Dr. Hilke Deux fasst wichtige Punkte zusammen.

Lesezeit: 2 Minuten

Wer eine klare Melkroutine durchsetzt, spart letztlich Zeit und arbeitet aktiv an der Eutergesundheit der Kühe. Das sind die wichtigsten Punkte:

Treiben: Stress auf dem Weg zum ­Melkstand verzögert den Milchspende­reflex um bis zu 45 Sekunden. Ein Wartebereich sollte mindestens 1,8 m² Platz pro Tier bieten und ein automatischer Treiber mit maximal 6 m/min laufen. Landwirte sollten beim Zutrieb auf iden­tische Abläufe und Ruhe achten.

Newsletter bestellen

Das Wichtigste zu den Themen Rind + Milch mittwochs per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Vordippen: Mit einem geeigneten ­Predipp lassen sich die Zitzen vor dem Melken ­reinigen und desinfizieren. Ein Predipp muss etwa 30 Sekunden ­einwirken. Das gelingt z. B., wenn die Tiere beim Eintritt in den Melkstand ­direkt vorgedippt werden. Das Vordippen gilt nicht als erster Stimulationskontakt am Euter.

Vormelken: Das Vormelken stimuliert den Milchfluss und ist zudem gesetzlich vorgeschrieben. Mit drei Strahlen Milch pro Zitze melkt man die Milch mit der höchsten Zellzahl aus und hat eine Chance, Euterentzündungen frühzeitig zu ­erkennen.

Reinigung: Die Reinigung entfernt Schmutz und Keime sowie den Predipp von den Zitzen. Für jedes Tier sollte ein Tuch vorhanden sein. Textiltücher ­lassen sich bei hoher Temperatur und mit einem desinfizierenden Waschmittel reinigen ­sowie heiß trocknen. Weniger ­arbeits-, aber müllintensiv sind Papier­tücher.

Lang genug vorbereiten

Ansetzen: Etwa 60 bis 120 Sekunden nach dem ersten Euterkontakt sollten Landwirte das Melkzeug ansetzen. So lange braucht es, bis das Oxytocin über das Blut beim Euter­gewebe angekommen ist. Nach dem ­Ansetzen sollte das ­Melkzeug senkrecht unter dem Euter hängen und der ­Milchschlauch nach ­hinten und unten führen.

Abnahme: Die Schwelle für die ­Abnahme des Melkzeugs ist abhängig vom Nachgemelk. Das Nachgemelk darf bei zweimaligem Melken etwa in eine ­Kaffeetasse (bis 150 ml) passen, bei dreimaligen in ­einem Kaffeebecher (ca. 200 – 250 ml). Die Abnahmeschwelle bei automatischer Abnahme muss so ­eingestellt sein, dass 90 % der Tiere diese Nachgemelksmenge erreichen.

Nachdippen: Ein sorgfältig aufgebrachter Postdipp bedeckt 90 % der Zitzen zu 75 %. So verschließt das Mittel den ­Zitzenkanal und verhindert das Eindringen von Erregern. Das Produkt sollte 10 % Pflegestoffe wie Glycerin und Lanolin ­sowie eine desinfizierende Komponente (z. B. Jod, Chlorhexidin, Milchsäure usw.) enthalten. Zwei-Komponenten-Dippmittel werden für jede Melkzeit frisch angemischt.

Mehr zu dem Thema

1

Bereits 1 Leser haben kommentiert!

Werden Sie top agrar-Abonnent und teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Lesern.
Jetzt abonnieren
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen.
top + top informiert ins Frühjahr

3 Monate top agrar Digital + gratis Wintermützen-Set + Gewinnchance für 19,80 €

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.