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Batteriespeicher in der Milchviehhaltung

Melken und Milch kühlen mit hohem Eigenstromanteil

Mit Photovoltaikanlagen auf Stall- und Scheunendächern und einem Batteriespeicher sorgt Landwirt Thomas Kuck für günstigen Strom und Ausfallsicherheit.

Lesezeit: 3 Minuten

Auf dem Hof in Hürtgenwald im nordrhein-westfälischen Kreis Düren hält Thomas Kuck 160 Milchkühe und 140 Jungrinder. 2009 hat er ein neues Melkhaus gebaut. Auf dessen Dach und dem 1990 gebauten Stall direkt daneben ließ er anfangs eine PV-Anlage mit 80 kW Leistung installieren. Den Solarstrom daraus speist er seitdem komplett in das öffentliche Stromnetz ein.

Zu 80 % autark

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Im vergangenen Jahr baute er einen neuen Stall mit Liegeplätzen für die Kühe – und mit viel Platz für eine zweite Solarstromanlage. Auf dem Dach ließ er Solarmodule mit 60 kW Gesamtleistung installieren, die gemäß den geänderten Förderbedingungen vorranging zur Deckung des eigenen Energiebedarfs genutzt wird. Damit Kuck noch mehr Solarstrom selbst verbrauchen kann, nutzt er das Hauskraftwerk S10 E PRO des Osnabrückers Herstellers E3/DC. Damit kann er 80 % des Strombedarfs für das Melken von 160 Kühen, die Kühlung der Milch und die Reinigung der Anlage decken. An sonnigen Tagen bezieht Kuck aktuell nur noch knapp zwei Kilowattstunden Strom für das Melken und die energieintensive Milchkühlung aus dem Netz.

Zudem bietet die Batterie eine Notstromlösung. Das Hauskraftwerk von E3/DC hat eine „echte“ dreiphasige Ersatzstromfunktion. Der Anlagenbetreiber kann dabei eine Mindestreserve an Strom bestimmen, die jederzeit in den Akkus vorgehalten wird. Die Ausgangsleistung des Speichersystems bewirkt, dass die Melkanlage, die eine maximale Last von 25 kW hat, jederzeit mit Strom versorgt werden kann.

Für die neue Photovoltaik-Anlage musste Kuck beim Netzbetreiber einen zweiten Netzverknüpfungspunkt beantragen, weil der bisherige mit der ersten Anlage voll belastet war. Die Kosten hierfür hat der Netzbetreiber übernommen. Zusätzlich benötigte Kuck einen zweiten Zähler für die neue Photovoltaik-Anlage, die über eine rund 78 Meter lange Leitung mit dem Melkhaus im alten Stall verbunden ist.

Sobald Kuck die alte PV-Anlage in ein paar Jahren auch auf Eigenversorgung umstellt, kann er die rund 66.000 kWh Strombedarf auf seinem Hof und im Wohnhaus nur mit Solarstrom decken. Die Speicherkapazität müsse nicht erweitert werden, da Kuck sich rund sieben Monate im Jahr zu 95 Prozent autark mit Strom versorgen kann.

Auch im Winter gute Ergebnisse

Seit dem 21. April 2020 ist die neue Photovoltaikanlage mit dem Speichersystem in Betrieb. Die Anlage kann rechnerisch rund 61.000 kWh Solarstrom jährlich produzieren. 65 Prozent davon kann Kuck für das Melken direkt selbst verbrauchen. Über die Zwischenspeicherung in den Akkus wird er insgesamt rund 80 Prozent seines Strombedarfs mit PV-Strom decken können. Konkrete Zahlen gibt es schon für die ersten Betriebsmonate. Sie zeigen, wie positiv die Energiebilanz ausfallen kann. Am 11. August 2020 beispielsweise konnte Kuck 99 Prozent des Strombedarfs für Melken, Kühlen, Reinigen und Steuerung der Anlage sowie das Licht im Stall mit der neuen PV-Anlage und dem Speichersystem decken. Der Energieversorger lieferte nur 1,37 kWh zu.

Aber auch an einem Wintertag kann sich die Energiebilanz sehen lassen. Am 11. Dezember 2020 lag der Autarkiegrad bei 66 Prozent. 43 kWh bezog Kuck an dem Tag vom Energieversorger. Sämtliche Daten seiner Anlagen könnte er auch auf einer App auf seinem Handy einsehen.

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