Kastration: Unterschriftenaktion für eine Fristverlängerung

Tierarzt Dr. Torsten Pabst aus Dülmen appelliert an alle Sauenhalter, die Ministerpräsidenten/-innen der Länder in einem Brief auf die Notwendigkeit einer Fristverlängerung bei der betäubungslosen Ferkelkastration hinzuweisen. Denn am kommenden Donnerstag könnte das Thema im Bundesrat noch einmal zur Sprache kommen.

Die Stunde der Wahrheit naht: Nachdem der Agrarausschuss des Bundesrates am 3. September in puncto Ferkelkastration die Anträge Bayerns, Niedersachsens, Baden-Württembergs und Thüringens auf Fristverlängerung abgelehnt hat, bietet sich nun am Freitag nächster Woche (21. September) eine neue und vielleicht letzte Chance. Denn dann könnten sich die Ministerpräsidenten der Länder im Bundesrat erneut mit dem Thema beschäftigen.

Niedersachsen arbeitet, so wurde am Donnerstag dieser Woche bekannt, an einem Kompromissvorschlag zum 2019 bevorstehenden Aus für die betäubungslose Ferkelkastration. Es schlägt eine Übergangsfrist von maximal zwei Jahren vor, die jedoch frühestens dann enden soll, wenn ein geeignetes Narkosemittel zugelassen und mindestens seit drei Monaten im Handel verfügbar ist. Doch ob sich dann die für eine Fristverlängerung nötige Mehrheit im Bundesrat erreichen lässt, ist weiterhin fraglich.

Um die Ministerpräsidenten eindringlich auf die Notwendigkeit einer derartigen Fristverlängerung hinzuweisen und so die deutsche Ferkelerzeugung vor einem drohenden Strukturbruch zu bewahren, hat sich der münsterländische Tierarzt Dr. Torsten Pabst einen ungewöhnlichen Weg einfallen lassen. Er hat einen Brief vorformuliert, den ­- so hofft er - möglichst viele Schweinehalter unterschrieben an die jeweiligen Ministerpräsidentinnen bzw. –präsidenten schicken, faxen oder mailen sollten. Darin wird an die Länderchefs appelliert, am 21. September im Bundesrat für eine Fristverlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration zu stimmen.

Den Appell an die Landwirte und die Briefvorlagen an die Ministerpräsidenten/-innen der Länder finden Sie in der Anlage. Sie müssen nur den Brief herunterladen, sich als Absender eintragen und das unterschriebene Dokument an den zuständigen Länderchef schicken, faxen bzw. mailen.

 Appell an Schweinehalter

Vorlage Baden-Württemberg

Vorlage Bayern

Vorlage Berlin

Vorlage Brandenburg

Vorlage Bremen

Vorlage Hamburg

Vorlage Hessen

Vorlage Mecklenburg-Vorpommern

Vorlage Niedersachsen

Vorlage NRW

Vorlage Rheinland-Pfalz

Vorlage Saarland

Vorlage Sachsen

Vorlage Sachsen-Anhalt

Vorlage Schleswig-Holstein

Vorlage Thüringen