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Lidl will mehr Tierwohlfleisch und peilt Ganztiervermarktung an

Lidl stellt bis Ende 2025 bei Wurstwaren zur Hälfte auf Haltungsform 3 um. Ziel sind die Ganztiervermarktung und eine höhere Wertschöpfung für die Bauern. Die Fleischverarbeiter geraten unter Druck.

Lesezeit: 3 Minuten

Deutschlands größter Discounter Lidl setzt seinen Tierwohlweg trotz Bedenken aus der Lieferkette unbeirrt fort. Bis Ende 2030 sollen nicht nur die gekühlten Frischfleischartikel, sondern auch sämtliche Wurstwaren auf mindestens Haltungsformstufe (HF) 3 und 4 umgestellt sein. Vorausgesetzt, die Warenverfügbarkeit ist ausreichend gewährleistet, hält sich Lidl eine Hintertüre offen.

Schneller als bislang will man beim Schweinefleisch vorankommen. Bereits bis Ende 2025 soll die Hälfte der Wurstwaren vom Schwein der Eigenmarke „Metzgerfrisch“ den Anforderungen der höchsten Haltungsformstufen 3 und 4 entsprechen. Und bereits bis Ende dieses Jahres werden 30 % der Metzgerfrisch-Wurstwaren auf die höheren Haltungsstufen umgestellt.

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Lieferanten geraten unter Zugzwang

Mit seiner Ankündigung setzt Lidl seine Lieferanten weiter unter Zugzwang. Denn wie in der Branche an verschiedenen Stellen zu hören ist, findet man zu wenige Landwirte, die bereit zur Umstellung auf HF3 und 4 sind. „Wunsch und Wirklichkeit driften gerade vollkommen auseinander“, erklärt ein Vermarktungsprofi gegenüber top agrar.

Insbesondere im Segment Schweinefleisch könnte künftig zu wenig Ware vorhanden sein, weil die Schweinehalter nicht bereit zum Umstieg sind. Das größte Problem sind die fehlenden Finanzierungszusagen sowie die großen Herausforderungen beim Stallbau. Denn anders als im Rindfleischsektor müssen die Schweineställe teils von Grund auf umgebaut werden. Genehmigungstechnisch ist das bislang aber äußerst schwierig, weil die Politik sich nicht einigen kann.

Lidl will konsequent auf 5xD setzen

Eine klare Botschaft sendet der Frische-Discounter zum Thema Herkunft. Lidl will weiterhin auf ein flächendeckendes 5xD-Angebot setzen. Dabei erfolgen Geburt, Aufzucht, Mast, Schlachtung und Verarbeitung für Wurstwaren sowie Frischfleisch der Eigenmarke in Deutschland. Bei Lidl ist man davon überzeugt, dass die heimische Rohstoffherkunft eine wichtige Voraussetzung ist, um höhere Tierwohlstandards zu etablieren.

„Die Entscheidung, neben den Fleischartikeln auch Wurstwaren auf die höheren Haltungsformstufen 3 und 4 umzustellen, ist ein bedeutender Schritt in der Ausweitung unseres Tierwohlversprechens. Denn mit der Umstellung geht eine Ganztiervermarktung einher, sodass alle Teile eines Tieres verarbeitet werden können. Dadurch ermöglichen wir landwirtschaftlichen Betrieben eine maximale Wertschöpfung und sichere Absatzkanäle ”, betont Christoph Graf, Geschäftsleiter Ware der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG.

Im Zuge seiner Tierwohlaktivitäten hat der Lebensmitteleinzelhändler ein eigenes Tierwohl-Label für Eigenmarken eingeführt. Alle Produkte in Haltungsstufe 3 werden in Zukunft mit dem Label “Faire Haltung – Zum Wohl der Tiere” gekennzeichnet. Auch Wurstwaren vom Schwein, welche die Anforderungen der Haltungsformstufe 3 erfüllen, werden mit dem Label versehen.

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