Innovative Konzepte

Schweinehalter Jan-Hendrik-Hohls erzielt 1. Platz beim MSD-Preis der Tiergesundheit

Für Jan-Hendrik Hohls ist der Langschwanz einer der wichtigsten Indikatoren für die Gesundheit seiner 320 Sauen und 2.500 Mastschweine.

Jan-Hendrik Hohls aus Bergen in Niedersachsen hat den diesjährigen Preis der Tiergesundheit des Unternehmens MSD in der Kategorie Schweinehaltung gewonnen. Er hat sich gegen rund 100 Betriebe aus Deutschland und Österreich mit seinem innovativen Konzept zur Förderung von Tierwohl und Tiergesundheit durchgesetzt.

Für den Landwirt ist der Langschwanz einer der wichtigsten Indikatoren für die Gesundheit der 320 Sauen und 2.500 Mastschweine auf dem Hof. Dabei setzt Jan-Hendrik Hohls auf viel Platz, Beschäftigungsmaterialien gegen Langeweile sowie klare Strukturen und verständliche Technik.

Darm ist zentrales Organ der Tiergesundheit

Ein weiterer Kernpunkt in seinem Konzept ist die Fütterung: Sein Ziel ist die Verträglichkeit und das Wohlbefinden. Er sieht den Darm als zentrales Organ der Tiergesundheit und des Tierverhaltens.

Mit seinem betriebseigenen Getreide zur Fütterung, herausragendem Strohmanagement und kontinuierlicher Tierbeobachtung konnte der niedersächsische Betrieb die Jury überzeugen: „Auf dem Hof von Jan-Hendrik Hohls sehen wir ein sehr komplexes Gesamtkonzept, bei dem von der Futterproduktion bis hin zur Vermarktung jedes Rädchen ineinandergreift. Ein wichtiger Indikator ist der Ringelschwanz: Ein intakter Ringelschwanz ist ein Tiergesundheits- und Tierwohlindikator. Jan-Hendrik Hohls setzt auf das Beste aus Konventionell und Bio zum Besten für Tier, Mensch und Umwelt und genau das zeichnet diesen Betrieb aus.“

„Der erste Platz beim Preis der Tiergesundheit bedeutet für uns, dass wir absolut auf dem richtigen Weg sind. Dass wir scheinbar den Nerv der Bevölkerung, als auch der Gesellschaft getroffen haben. Unser Ansporn ist nun, darüber zu reden und unsere Ideen zu verbreiten, damit sich andere ein Beispiel daran nehmen können“, so Jan-Hendrik Hohls nach der Verleihung.

Das Preisgeld möchte Jan-Hendrik Hohls für eine professionelle Website nutzen, um weitere Kunden zu erreichen und durch die zusätzlichen Erlöse das Tierwohl weiter zu fördern.

2. Platz geht an Peter Baureis

Schweinehalter

Peter Baureis (Bildquelle: Pressebild)

Der zweite Platz geht an Landwirt Peter Baureis in Baden-Württemberg. Er entschied sich vor vier Jahren für den Bau eines neuen Strohmaststalls für seine knapp 1.500 Mastschweine. Entstanden ist ein luftiger Außenklimastall mit verschiedenen Zonen wie dem Fress-, Liege- und Auslaufbereich, Suhle zum Abkühlen und viel Wahlmöglichkeit für die Tiere.

Mithilfe eines speziellen Entmistungsschiebers sorgt Peter Baureis zudem für einen besonders hohen Hygienestandard im Stall bei optimaler Arbeitswirtschaft.

Das Gesamtkonzept und insbesondere die Stallhaltung begeistert die Jury: „Es ist eine Freude zu sehen, mit welcher Konsequenz Herr Baureis sein Haltungskonzept durchdenkt und stetig optimiert, um den Tieren gerecht zu werden. Mit dem neuen Stallkonzept erhalten die Tiere eine tolle Auswahl an Beschäftigung. Auch der Besucherraum hat uns bei jedem Besuch aufs Neue begeistert. Damit schafft Familie Baureis Transparenz und Erlebbarkeit und leistet einen wichtigen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit sowie zur Verbesserung des Images, von dem alle profitieren.“

3. Platz für den Schweine-Buzzer von Christoph Becker

Mann

Christoph Becker (Bildquelle: Pressebild)

Landwirt Christoph Becker liegt die Beschäftigung seiner 1.000 Mastschweine und damit die Verbesserung des Tierwohls besonders am Herzen. Hierbei wird er auch gerne selbst kreativ: Mit dem „Schweine-Buzzer“ – ein Schalter, den die Tiere selbst drücken können, um Trinkwasser oder im Sommer eine kühlende Dusche zu erhalten – konnte er die Stimmen der Jury für sich gewinnen. Darüber hinaus setzt der Landwirt auf herausragende Tierbeobachtung und durchdachtes Fütterungsmanagement. Der kreative Einsatz für seine Tiere wird mit dem dritten Platz gewürdigt.

“Die unkonventionellen Herangehensweisen, die intensive Auseinandersetzung mit dem Verhalten der Tiere und die daraus resultierende Anpassung der Haltung hat uns im Betrieb von Christoph Becker sehr beeindruckt. Die Tiere haben insgesamt viele Wahlmöglichkeiten sowohl zur Beschäftigung als auch im Stall. Hier wird das Wohlbefinden aktiv gefördert und der Stress der Tiere minimiert”, urteilt die Jury.


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