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Verbrauchstest

So viel Diesel sparen Sie beim Grasmähen mit 850er Zapfwelle

Ein Student hat in seiner Bachelorarbeit herausgefunden, dass man ein Mähwerk auch mit 850 Umdrehungen fahren kann, ohne Leistungseinbußen beim Schnitt zu haben. So lässt sich viel Diesel sparen.

Lesezeit: 3 Minuten

Wie hoch sind die Kraftstoffeinsparungen, wenn man Mähwerke mit 850 anstatt 1.000 Zapfwellenumdrehungen fährt? Durchschnittlich 7 Liter pro Stunde lautet das Ergebnis umfangreicher Praxisuntersuchungen, die ein Agrarstudent vergangene Saison für seine Bachelorarbeit durchgeführt hat.

Claas hat den Versuch mit seinem Disco-Mähwerk begleitet und berichtet im aktuellen Kundenmagazin „trends“ darüber.

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Erfahrene Fahrer, unterschiedliche Aufwüchse

So sei eines der wichtigsten Ziele von Student Tom Reimers gewesen, die unterschiedlichsten Praxisbedingungen abzubilden. Ergo führte er seine Untersuchungen in Kooperation mit vier verschiedenen Lohnunternehmern in den Regionen Nordfriesland, Wesermarsch, Sauerland und Rheinland durch. Begleitet wurde die Arbeit von Prof. Yves Reckleben von der Fachhochschule Kiel, Fachbereich Agrarwirtschaft.

So war zum einen eine hohe Maschinen-Auslastung und der Einsatz erfahrener Fahrer sichergestellt; zum anderen konnten die unterschiedli-chen Aufwüchse auf Moor-, Marsch-, Lehm- und Sandböden wie auch Einsätze in Hanglagen sowie unter großen und kleinen Flächenstrukturen in den Messreihen berücksichtigt werden, schreibt Claas weiter.

Alle vier Lohnunternehmer setzten für ihre Mäharbeiten ein Großflächenmähwerk Disco 9200 C AS mit Querförderbändern ein. So war es möglich, die Versuchseinsätze sowohl mit Aufbereiter und Breitablage als auch mit Schwadablage zu fahren. Die Motorleistungen der eingesetzten modernen Traktoren von Claas und zwei weiteren Fabrikaten erstreckten sich über den Bereich von 240 bis 300 PS.

Deutliche Differenzen beim Kraftstoffverbrauch

Bei der Auswertung der Messfahrten zeigte sich laut Claas, dass der Dieselverbrauch bei 850 U/min an der Zapfwelle je nach Einsatzbedingungen zwischen 0,5 und 2,0 Liter/ha geringer war als bei den Fahrten mit 1.000 U/min. Als Durchschnitt über alle Versuchsfahrten ergab sich bei Zapfwellendrehzahlen von 850 U/min ein Verbrauchswert von 3,95 Liter/ha.

Bei den Einsätzen mit 1.000 U/min hingegen belief sich dieser Wert auf 5,10 Liter/ha. Daraus berechnet sich eine Differenz von 1,16 Litern pro Hektar, was einem durchschnittlichen Einsparpotenzial von 22 % entspricht. Multipliziert man die Dieseleinsparungen mit aktuellen Dieselkosten von 1,9 €/Liter und rechnet dies zugleich auf die erreichten Hektarleistungen/Stunde um, so kommt man auf Kosteneinsparungen zwischen 10 und 18 €/Stunde. Keine Unterschiede zeigen sich hingegen bei der Flächenleistung und der Schnittqualität, egal ob mit Zapfwellendrehzahlen von 1.000 U/min oder 850 U/min gemäht wurde.

Spezielle Getriebeübersetzung

Technisch zu erklären sind die Einsparungen mit der speziellen Getriebeübersetzung der DISCO Mähwerke. Um die für saubere Schnittqualitäten erforderlichen Mähscheibendrehzahlen von 3.000 Umdrehungen zu erreichen, müssen sie nicht mit der ansonsten üblichen Zapfwellendrehzahl von 1.000 U/min gefahren werden. Vielmehr reichen 850 U/min. Dementsprechend kann der Antriebstraktor mit Motordrehzahlen gefahren werden, die rund 300 U/min unter der Motornenndrehzahl liegen und die Dieseleinsparungen möglich machen

Fazit

Beim Mähen mit reduzierten Zapfwellendrehzahlen von 850 U/min sind Kraftstoffeinsparungen von durchschnittlich rund 20 % möglich, ohne dass Flächenleistung oder Schnittqualität darunter leiden. Dieses Ergebnis gilt nicht nur für die untersuchten Großflächenmäher 9200 C AS, sondern auch für die anderen Disco Mähwerke mit kleineren Arbeitsbreiten, da sie mit dem gleichen Getriebe ausgerüstet sind.

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