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Horsch Terrano 3 FX im top agrar-Grubbertest

Starker Dauerläufer: Der Horsch Terrano Universalgrubber bietet eine große Scharauswahl, ist stabil gebaut, lässt sich aber schwieriger einstellen – die Ergebnisse im Detail.

Lesezeit: 6 Minuten

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Wie sich der Terrano 3 FX in das Grubber-Programm von Horsch einfügt

Den Terrano 3 FX gibt es seit 2001, er ist das meistverkaufte Bodenbearbeitungsgerät und der einzige angebaute Universalgrubber von Horsch. Die Testausführung mit dem TerraGrip II-Zinken kam 2013 auf den Markt. Der neue TerraGrip III-Zinken mit mehr Auslösekraft ist der gezogenen Baureihe GX vorbehalten.

Wie der Horsch Terrano 3 FX aufgebaut ist

Horsch setzt auf einen Rahmen aus Vierkantrohren. Besonders auf dem Rahmen des RollFlex-Packers sammelt sich Erde, die sich hier auch nur schwer entfernen lässt. Der Anbauturm bietet zwei Oberlenkerpositionen und nur eine Position für die Unterlenker der Kategorie 3 und 3N. Der Platz zwischen Schlepper und Grubber beim Anbauen geht in Ordnung.

Die Verarbeitung ist solide. Durch den geradlinigen Rahmen kann man den Grubber gut bodenparallel einstellen. Die Warntafeln sind mit LED-Leuchten ausgestattet.

Mit welchen Zinken der Horsch Terrano 3 FX den Boden bearbeitet

Der Terrano 3 FX hat insgesamt zehn TerraGrip II-Zinken im 3-3-4-Rhythmus. Die Stahlgusskonsolen der Überlastsicherung sind auf den Vierkantrohrrahmen geklemmt. Aufnahmen für die serienmäßige Abschersicherung sind verschweißt. Die zwei ineinanderliegenden Schraubenfedern des Terra­Grip stehen senkrecht. Die Zinken können bis zu 30 cm hoch auslösen. Die Auslösekraft soll bei 490 daN liegen. Wir haben eine Kraft von 520 daN gemessen. Diese steigt auf 608 daN bei 5 cm und auf 628 daN bei 10 cm Auslösehöhe an. Laut Horsch fällt die Kraft anschließend auf 170daN bei 30 cm Höhe ab. Auch die Auslösekraft ist für den Grubber zu gering. In trockenem, schwerem Boden auf 25 cm Tiefe lösten gleich alle drei vorderen Zinken permanent ein wenig aus. Hier sollte Horsch den neuen TerraGrip III-Zinken mit der höheren Auslösekraft montieren.

Unabhängig von der Zinkensicherung ist die Baulänge des Grubbers immer gleich. Der Strichabstand der inneren Zinken beträgt 30 cm. Um die Transportbreite von 3 m einzuhalten, haben die beiden äußeren nur einen Strichabstand von 26 cm. So kommt der Grubber auf eine Arbeitsbreite von etwa 2,90 m. Wir haben uns gefragt, wieso Horsch keinen einheitlichen Zinkenabstand gewählt hat.

Wie derHorsch Terrano 3 FX den Boden einebnet

Der Nachläufer führt die geschobenen, grob gezackten Einebnungsscheiben. Die Randscheiben sind immer gefedert, die mittleren Scheiben nur optional. Für ein ebenes Arbeitsbild muss man bei einer Tiefenänderung die fünf Arme mit einem Bolzen verstellen. Um die recht straffen Arme besser feinjustieren zu können, lassen sie sich mit einem 24er Schlüssel über eine Zahnradkulisse anpassen. Auf Wunsch schieben die Randscheiben hydraulisch gleichmäßig aus (auch nachrüstbar). Die Hydraulikkupplungen haben gute Griffe mit gelaserten Funktionssymbolen – schön.

Wie derHorsch Terrano 3 FX die Arbeitstiefe hält

Horsch bietet insgesamt zehn verschiedene Nachläufer für den Terrano. An unserer Testmaschine war der RollFlex Packer (53 cm) mit zwischengreifenden Blattfedern montiert. Die 15 Ringe haben eine Breite von je 60 mm. Ein Ring besteht aus vier einzelnen, angeschraubten Blattfedersegmenten. Der Nachläufer erzeugt ein feinkrümmeliges Saatbett. Bei sehr feuchten Bedingungen kommt die Walze an ihre Grenze.

Standardmäßig verstellt man die Arbeitstiefe über Aluminiumclips an zwei Gestängen. Komfortabler ist die hydraulische Variante. Jedoch ist die Skala aus verzinktem Blech zu grob und man muss die Durchflussmenge am Traktor weit runterregeln. Das können andere besser.

Mit welchen Scharen derHorsch Terrano 3 FX arbeitet

Horsch verzichtet bewusst auf ein Schnellwechselsystem, bietet aber eine große Auswahl verschiedener Scharformen – auch mit Hartmetall. Standard ist das 80er MulchMix-Schar mit abwechselnd gewendelten Leitblechen. Es lässt sich mit nur einer Schraube wechseln. Optional hat es vorne eine Hartmetallplatte.

Wir setzten die doppeltverschraubten HM+-Spitzen ein. Hier sind mehrere Hartmetallplatten aufgelötet und das komplette Schar ist stärker ausgeführt. Es gibt zwei unterschiedliche Flügel mit 240 und 370 mm (im Test) Breite – optional mit Hartmetall. Die Flügel kann man in zwei verschiedenen Höhen montieren. Das hat uns gut gefallen.

Aufgrund der geschraubten Aufnahme sind auch sehr schmale Schare möglich. Das nur 25 mm breite, zweiteilige ULD+-Schar soll den Boden nur etwas anheben und brechen, ohne zu mischen. Wir hatten für die tiefe Arbeit das 40 mm breite LD+-Schar ohne Leitblech. Der Zugkraftbedarf ist bei der tiefen Bearbeitung deutlich geringer, als mit den 80 mm breiten Scharen. Der Mischeffekt ist ebenfalls kleiner.

Das LD+-Schar haben wir auch zusammen mit den TerraCut-Flügeln (einteilig, hartmetallbestückt) eingesetzt. Sie sind mit den gleichen Schrauben wie das eigentliche Schar befestigt. Zur nächsten Saison gibt es ein neues, flachangestelltes 400 mm breites TerraCut-Schar, dass man einfach wie die MulchMix-Flügel seitlich anschraubt (auch mit MulchMix-Schar möglich). Zukünftig sind die äußeren Schare schmaler, um die zulässige Transportbreite einzuhalten.

Der Flügelan- bzw. abbau dauerte, wie bei anderen geschraubten Varianten, sechseinhalb Minuten. Der seltenere Wechsel vom LD- auf das Mulchmix-Schar mit Leitblechen benötigte knapp 24 Minuten. Vorher muss man sich aber etwas Zeit nehmen, die abwechselnd gewendelten Leitbleche an den richtigen Grindeln bereit zu legen. Hier haben wir eine Abbildung am Grubber vermisst.

Welche Erfahrungen das Testteam mit demHorsch Terrano 3 FX gemacht hat

Trotz hydraulischer Randscheiben und Tiefeneinstellung brauchten wir immer recht lange, um den Grubber optimal einzustellen. Einmal im Einsatz, zeigte der Horsch unter allen Bedingungen ein gutes Arbeitsbild. Nur im Maisstroh bildeten sich auch hier leichte Haufen.

Der Zugkraftbedarf lag bei allen Einsätzen im Schnitt. Lediglich bei der flachen Stoppelbearbeitung brauchte der Terrano mit den TerraCut-Scharen deutlich mehr Leistung. Denn während die Flügel nur auf etwa 2 cm Tiefe die Stoppeln abschnitten, lief das 40 mm breite LD+-Schar bereits auf 4,5 cm. Das kostet Kraft, begünstigt aber den Einzug. Durch den flachen Winkel des TerraCut-Schars waren Mischeffekt und Feinerdeanteil geringer. Doch das Ausfallgetreide lief wie erhofft auf, wie bei den anderen Grubbern.

Der Terrano FX ist seit über 20 Jahren ein erfolgreicher Dauerläufer. Mittlerweile könnte Horsch ihn aber in einigen Punkten überarbeiten. Besonders das ständig weiterentwickelte, breite Scharprogramm mit vielen Hartmetallversionen überzeugt. Häufige Tiefenänderungen sind wegen der unpräzisen Skala und der fehlenden automatischen Einstellung der Einebnungsscheiben nicht komfortabel. Das sollte Horsch bei einer Überarbeitung des Terranos gänzlich verbessern.

Der Grubber in Grundausstattung steht in der Preisliste für etwa 10.250 €. In der von uns getesteten 3 m-Ausführung mit automatischer Überlastsicherung (3.770 €), hydraulischer Tiefeneinstellung (1.110 €) und teleskopierbaren Randscheiben (520 €), LED-Beleuchtung sowie Hartmetallscharspitzen kommt der Grubber auf einen Preis von 19.240 €.

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