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Das sind die Neuerungen bei den Fendt-Traktoren für 2024

Neu bei Fendt ist die VarioFlex Zwillingsbereifung, der Lenkjoystick ErgoSteer, die mobile Montagehilfe für Radgewichte, das zentrale Telemetriesystem für die 200 Vario und ein Tempomat.

Lesezeit: 8 Minuten

Fendt kündigt für seine Traktoren einiges an Neuheiten an. Wir geben einen kleinen Überblick:

VarioFlex Zwillingsbereifung 2.5

Da ist zunächst die Zwillingsbereifung, die mehr Traktion, weniger Schlupf und höhere Bodenschonung verspricht. Bisher kamen gerade Großtraktoren mit Zwillingsreifen schnell an die gesetzlichen Grenzen für die Außenbreite der Maschine, beispielsweise mit einer 3 m Stummelachse. Zudem führt der zusätzliche Satz Zwillingsräder inklusive verstärkter Sonderfelgen mit stark limitierten Einsatzzeiten zu hohen Kosten und einer zeitaufwendigen Installation.

Fendt bietet nun mit VarioFlex ein System mit einer Duoradnabe für Zwillingsbereifung in Kombination mit einer uneingeschränkt zulassungsfähigen Stummelachse von 2,50 m.

Damit kann an beiden Seiten der 2,5 m Stummelachse ein zweiter Flansch angebracht werden. Das System aus Stummelachse und Duoradnabe reduziert die Außenbreite des Traktors auf unter 2,55 m und ist so ohne Schwierigkeiten in den Märkten zulassungsfähig.

Deutlich schneller montiert

Dank der Duoradnabe wird das volle Drehmoment zentral über die Achsen übertragen. Beschädigungen durch die bisherige Kraftübertragung über die innere Felge und dadurch erforderliche Spezialfelgen entfallen. Die Schlagkraft und Einsatzsicherheit des Gespanns würde steigen und die Zwillingsbereifung schone den Boden, beispielweise bei mechanischer Unkrautbekämpfung.

Fendt VarioFlex ermöglicht den Einsatz der aktuellen Bereifung auf Standardfelgen mit einer Reifenbreite von bis zu 750 mm. Zudem ist damit ein einfacher Tausch von Zwillingsrad und Hauptrad jederzeit möglich. Die Kombination aus Stummelachse und Duoradnabe soll die Montage der Zwillingsbereifung erheblich vereinfachen.

Spur durch Spacer individuell anpassen

Da verschiedene Kulturen und Anbaumethoden unterschiedliche Spurweiten erfordern, kann die Spur mithilfe von verfügbaren Zwischenstücken sogenannten „Spacern“ flexibel eingestellt werden. Die Spacer ermöglichen die Anpassung für Reihenkulturen mit unterschiedlicher Spurweite bei Mais, Gemüse, Spargel oder mit Pflegebereifung. Ebenfalls ist der Row-Crop Einsatz mit einer Spurweite von 60 Zoll möglich.

Fendt VarioFlex ist zudem voll kompatibel mit der Reifendruckregelanlage Fendt VarioGrip sowie Radgewichten in den inneren Felgen. Dadurch wird die Aufstandsfläche der Reifen maximiert, die Zugkraft steigt und der Bodendruck sinkt. Für Straßenfahrten kann der Reifendruck per Knopfdruck erhöht werden. Dies senkt den Kraftstoffverbrauch und den Reifenverschließ.

Fendt VarioGrip ist optional direkt ab Werk sowohl für die Flansch-, als auch die Stummelachsen, bei Zwillingsbereifung für Row-Crop und mit Radgewichten bestellbar. Die Fendt VarioFlex-Technologie ist für die Baureihen Fendt 600 Vario, 700 Vario Gen7, 900 Vario und 1000 Vario verfügbar und kann ab sofort bestellt werden.

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Optionaler Lenkjoystick Fendt ErgoSteer

Viele Arbeiten in der Landwirtschaft oder im außerlandwirtschaftlichen Bereich erfordern eine hohe Anzahl an Lenkbewegungen, wie beispielsweise Frontladerarbeiten. Fendt bietet nun einen eigens entwickelten Lenkjoystick als Nachrüstlösung an.

Der Lenkjoystick Fendt ErgoSteer soll schnelle Wendemanöver ermöglichen, er lenke präzise und spare Zeit, so Fendt weiter. Ein Klick auf die Fendt Guide Taste aktiviert die Lenkfunktion des Joysticks.

Abhängig vom Arbeitseinsatz bietet der Lenkjoystick zwei Lenkmodi an – den Retraction und den Non-Retraction Modus. Im Retraction Modus fährt das Fahrzeug beim Loslassen des Joysticks automatisch geradeaus. Im Non-Retraction Modus verbleiben die Räder beim Loslassen des Lenkjoysticks im zuvor eingestellten Lenkwinkel. So können Fahrer den passenden Modus für ihren Einsatz wählen, sei es bei Mäharbeiten am Hang, im Einsatz mit einer Forstfräse oder bei Feldarbeiten, heißt es.

Links in der Armlehne

Eine haptische Rückmeldung über Force Feedback meldet den Lenkwinkel an den Fahrer zurück und unterstützt so die besonders präzise Lenkung. Optional kann zusätzlich die Lenkintensität über das Terminal eingestellt werden, dies hilft die Lenkgenauigkeit bei unterschiedlichsten Arbeiten und den Fahrkomfort an die Bedürfnisse unterschiedlicher Fahrer anzupassen.

Der Joystick wird an einer neuen, einstellbaren Armlehne auf der linken Seite des Fahrersitzes montiert und ergänzt so die bekannte FendtONE Armlehne rechts. Er verfügt zusätzlich über eine Wippe zur Änderung der Fahrtrichtung analog zum Lenkstockschalter, inklusive Stop & Go Funktion und einer Taste zur Aktivierung der Spurführung Fendt Guide.

Auf dem Lenkjoystick befindet sich eine Aktivierungstaste für das Guide System. Dadurch wird eine Taste auf der rechten Armlehne frei und kann mit anderen Funktionen frei belegt werden. Dank des Lenkjoysticks können Fahrerinnen und Fahrer den vollen Lenkeinschlag aus dem Handgelenk heraus steuern. Dies ermöglicht jederzeit eine aufrechte Sitzposition. Das ergonomische Arbeiten wirkt Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich entgegen.

Der Lenkjoystick Fendt ErgoSteer ist für alle Maschinen der Baureihen Fendt 500 Vario bis Fendt 1000 Vario mit dem Fahrerarbeitsplatz FendtONE und der Vorrüstung für Fendt Guide (Power+ oder Profi+) ab Dezember 2023 als Nachrüstlösung über den Fendt Vertriebspartner bestellbar.

Der Lenkjoystick darf ähnlich wie Fendt Guide ausschließlich auf landwirtschaftlichen Flächen und Betriebshöfen genutzt werden, für den Straßenverkehr ist er nicht zugelassen. Aus Sicherheitsgründen ist die Geschwindigkeit der Maschine beim Einsatz des Lenkjoysticks auf 25 km/h beschränkt analog zum Fendt Guide.

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Mobile Montagehilfe für Radgewichte

Komplexe Anbaugeräte mit hoher Schlagkraft erfordern eine hohe Motorleistung und eine optimale Zugkraftübertragung, um die Leistung der Maschine auf den Boden zu übertragen. Zudem regulieren gesetzliche Vorgaben die zulässige Gesamtmasse von Traktoren auf öffentlichen Straßen.

Um mit optimaler Zugkraft und hoher Bodenschonung innerhalb der gesetzlichen Vorgaben zu arbeiten, setzen landwirtschaftliche Betriebe und Lohnunternehmen auf Radgewichte. Diese bieten jedoch nur in ausgewählten Fällen einen Mehrwert, wie zum Beispiel bei schwerer Bodenbearbeitung.

Bei Arbeiten im Grünland führen sie hingegen zu erhöhter Bodenverdichtung, bei Transportarbeiten reduzieren sie die Nutzlast. Daraus ergibt sich ein Bedarf nach schneller und ortsunabhängiger Montage und Demontage von Radgewichten. Fendt bietet genau dafür eine Lösung: ein unfallsicheres, zertifiziertes und wartungsfreies Hebewerkzeug für Radgewichte.

Die Hebevorrichtung kann unterschiedliche Radgewichte mit einem Gewicht von bis zu 1.250 kg und einem Innendurchmesser von mindestens 400 mm aufnehmen. Das Werkzeug wird mit einer Palettengabel aufgenommen und per Kette gesichert. Über Schwerlastrollen kann das Radgewicht leichtgängig an das Lochbild in der Felge angepasst werden. So können Anwenderinnen und Anwender ihre Radgewichte schnell, sicher und ergonomisch montieren oder demontieren.

Die mobile Hebevorrichtung ist ab Dezember 2023 über den Fendt Vertriebspartner bestellbar und herstellerübergreifend einsetzbar.

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Zentrales Telemetriesystem verfügbar für Fendt 200 Vario

Erstmalig ist das zentrale Fendt Telemetriesystem auch für den Fendt 200 Vario optional verfügbar. Damit können ab sofort alle Fendt Traktoren mit dem AGCO Connectivity Modul (ACM) ausgestattet werden.

Die Informationen aus dem zentralen Telemetriesystem werden in Fendt Connect angezeigt. So können Kunden Maschinendaten wie die Maschinenposition und umfangreiche CAN-Bus Daten wie die Maschinenauslastung, Geschwindigkeit, Arbeitszeit der Maschine oder den nächsten Servicetermin auslesen. Ausgewählte Parameter, wie beispielweise den Diesel- oder AdBlue-Füllstand können Kundinnen und Kunden auch in FendtONE offboard einsehen.

Das Modul kann ab sofort mit dem Telemetrie-Basispaket bestellt werden.

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Tempomat für Realgeschwindigkeit

Durch Steigung und Gefälle, losen Untergrund oder Reifenverschleiß kann die Realgeschwindigkeit beim Einsatz eines Tempomaten von der Sollgeschwindigkeit deutlich abweichen. Im Einsatz mit einer Pflanzenschutzspritze oder bei Düngearbeiten ist eine exakte Arbeitsgeschwindigkeit zwingend notwendig, damit die eingesetzten Mittel die gewünschte Wirkung entfalten.

Bisherige Systeme regeln die Geschwindigkeit des Tempomaten anhand der Getriebegeschwindigkeit. Diese kann durch unterschiedliche Einflussfaktoren jedoch stark von der Realgeschwindigkeit abweichen. So hat der Traktor inklusive Pflanzenschutzspritze im Einsatz am Weinberg beispielsweise starken Schlupf, wenn die Räder durchdrehen.

Er fährt bergauf langsamer als die voreingestellte Geschwindigkeit des Tempomaten. Fährt das Gespann hingegen bergab liegt die Geschwindigkeit der Maschine bei starkem Gefälle über dem vorausgewählten Tempo. Dadurch werden die Mittel nicht gleichmäßig ausgebracht. Mögliche Folgen sind Resistenzen oder Pflanzenschäden.

Bisher konnte diese Differenz nur über Zeitmessungen und eine Anpassung der Geschwindigkeit im Tempomat erreicht werden. Fendt hat nun eine Lösung entwickelt, die die Realgeschwindigkeit als Basis für die Regelung der Tempomaten nutzt.

Zwei Tempomatmodi

Kunden können zwischen zwei Tempomatmodi wählen: dem Automatikmodus und einem manuellen Modus. Im Automatikmodus wählt das Fahrzeug die genauste, zur Verfügung stehende Signalquelle zur Tempomatregelung abhängig von der Ausstattung der Maschine.

Als Quelle stehen ein GPS-Signal, ein Radarsignal oder die Getriebedrehzahl bereit. Im Falle eines Signalabbruchs, beispielsweise bei GPS, nutzt das Fahrzeug automatisch die nächstgenaue Signalquelle. Im manuellen Modus wählt die Fahrerin oder der Fahrer die gewünschte Signalquelle selbst aus.

Mit der Regelung nach der Realgeschwindigkeit erreicht der Traktor immer exakt die im Tempomat voreingestellte Geschwindigkeit und Faktoren wie Schlupf, abweichender Abrollumfang oder Steigung werden eliminiert. Eine gleichmäßige Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln oder Dünger stärkt die Pflanzengesundheit und damit das Ertragspotenzial sowie die Qualität des Ernteguts und schützt gleichzeitig auch die Umwelt.

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