Hofbesuch

Lohner berichtet: "Pöttinger Sensosafe hat dieses Jahr 65 Rehkitze gerettet"

Mit dem Sensosafe bietet Pöttinger ein System zur Rettung von Wildtieren bei der Mahd. Wir haben uns das bei einem Lohnunternehmer angesehen. Auf 400 ha Mähfläche hat es dort bereits 65 Rehkitze gerettet.

Die Wildrettung bei der Grasmahd hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Denn große Arbeitsbreiten und hohe Fahrgeschwindigkeiten beim Mähen geben dem Wild wenig Chancen zur Flucht. Erwischt man trotz aller Vorkehrungen doch ein Tier und gelangt es gar ins Futter für die Rinder, droht eine Vergiftung, der sogenannte Botulismus. Das gilt es zu verhindern.

In Zusammenarbeit mit Jägern lassen sich bereits im Vorfeld viele Wildtiere retten. Gerade bei größeren Flächen sind Drohnen mit Wärmebildkameras mittlerweile zum Standard geworden. Am Mähwerk selbst sind bisher nur akustische Wildretter bekannt. Rehkitze, Fasane oder junge Hasen schützt das aber nicht immer.

Um sich diese Zeit zu sparen, hat Pöttinger ein System entwickelt, welches vor dem Mähwerk Wildtiere detektiert. Wir haben uns das sogenannte Sensosafe beim Lohnunternehmen Uthmann Voges GbR aus Ennigerloh angeschaut und mit den beiden Geschäftsführern über ihre Erfahrungen gesprochen.

Ständig erweitert

Zu Anfang hat das Lohnunternehmen nur mit einem Heckmähwerk mit Aufbereiter von Pöttinger gearbeitet. Schon im nächsten Jahr kam ein Frontmähwerk hinzu. Vor zwei Jahren setzten Uthmann und Voges dann das Frontmähwerk zusammen mit einer Heckkombination ein. Das Heckmähwerk lief dann wieder solo. Um die Schlagkraft weiter zu erhöhen und kein Gras nieder zu walzen, stand zu Beginn dieser Saison dann wieder ein neues Frontmähwerk auf der Einkaufsliste.

Auf einer Veranstaltung in der Region zum Thema Wildrettung wurden verschiedenen Redakteuren und Politikern unterschiedliche Möglichkeiten zur Wildrettung vorgestellt. Uthmann und Voges unterstützen diese Aktion als leidenschaftliche Jäger sehr gern. Auch Pöttinger stellte dort das System Sensosafe vor.

„Für uns als Jäger war schnell klar, dass wir ein solches System bei unserem neuen Mähwerk einsetzen möchten. Doch der Preis hat es in sich“, erzählt Philip Uthmann. Nur für den Frontmäher kostet das Sensosafe laut Liste schon 8.030 € (alle Preise ohne MwSt.). Für die beiden Sensorbalken links und rechts für eine Heckkombination sind weitere 13.145 € fällig.

Doch nach einigen Überlegungen und Verhandlungen mit dem örtlichen Händler kauften die Ennigerloher das Frontmähwerk Novacat 301 Alpha Motion Pro mit Sensosafe sowie den Sensorbalken Sensosafe 1000 mit einer Arbeitsbreite von bis zu 10 m. Es ist in diesem Jahr das einzige Vorseriensystem in dieser Breite in Deutschland. Europaweit gab es im Frühjahr nur vier Maschinen in dieser Breite. Pöttinger startet die Serienproduktion zur nächsten Saison.

Jederzeit einsetzbar

Grundlage des Systems ist ein Sensorbalken, der...

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