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Nässe auf den Feldern Stilllegung 2024 Güllesaison

Land.Technik für Profis

Schwankende Gülle-Inhaltsstoffe - Landwirte bei NIR-Sensor uneins

Die Tagung Land.Technik für Profis beschäftigte sich in diesem Jahr mit dem Thema Wirtschaftsdünger. Heiß diskutiert wurde über den Einsatz des NIR-Sensor.

Lesezeit: 3 Minuten

Die DLG-Veranstaltung Land.Technik für Profis fand in diesem Jahr bei der Firma Kotte im niedersächsischen Rieste statt.

An zwei Tagen diskutierten rund 200 Teilnehmer über zahlreiche Themen rund um die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern. Dabei ging es nicht nur um die Technik, sondern auch um die Rahmenbedingungen rund um die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern, den effizienten Einsatz der Mehrnährstoffdünger, verschiedene Hilfs- bzw. Zusatzstoffe sowie den Bodenschutz und -schonung. Zudem kamen Praktiker zu Wort, die ihre Sicht der Dinge darstellten.

Gülle ist nie gleichmäßig

Ein Zentrales Thema der Veranstaltung waren die schwankenden Nährstoffgehalte in der Gülle. „Selbst nach dem Aufrühren sind die Gehalte noch sehr unterschiedlich“, berichtet ein Praktiker aus dem Publikum.

Die Probennahme aus dem Hochbehälter oder der Grube ist ein Muss. Dass hier eine einmalige Probe über die gesamte Saison nicht reicht, darin waren sich die meisten Teilnehmer einig. Weniger Einigkeit herrschte über den Einsatz bzw. den Nutzen der NIR-Technologie.

Der NIR-Sensor kann während der Gülleausbringung Nährstoffe in Echtzeit messen, die Steuerung des Ausbringfasses regelt dann die Menge in Abhängigkeit des gewünschten Nährstoffes (nur von jeweils einem).

Ein „DLG-Anerkannt-Siegel“ bekommen viele Sensoren aber nur für Rinder- und Schweinegülle sowie Gärreste. Für Mischgülle gibt es nur wenige Anerkennungen. Hinzu kommt, dass die Sensoren nicht für alle Nährstoffe verlässliche Werte liefern. Insgesamt scheint die Skepsis in der Praxis noch zu überwiegen, auch da die Kosten der Technik recht hoch sind.

Kosten und Nutzen

Zum NIR-Sensor gab es während der Veranstaltung viele Pro- aber auch viele Kontra-Argumente. Zum einen sieht man den Sensor als gutes (und bisher einziges, praxisreifes) Instrument, um überhaupt einen Echtzeitüberblick über die Nährstoffe der Gülle zu erhalten.

Seitens der Praxis ist man allerdings skeptisch, ob die Technik fehlerfrei funktioniert. Vor allem größere Abweichungen bei den Messwerten im Vergleich zu Laborwerten führe dazu. Zwar könne man die Sensoren kalibrieren, dass verlange dem Fahrer bzw. dem Landwirt/Lohnunternehmer aber viel ab. Hier seien die Hersteller gefragt, dies einfacher bzw. automatisch zu gestalten.

Wie teuer ist der Einsatz des Sensors?

Der NIR-Sensor ist eine Technik, die überwiegend von Lohnunternehmern im überbetrieblichen Einsatz genutzt wird. Denn die Anschaffungskosten sind mit rund 30.000 € hoch. Auch über die Mehrkosten wurde diskutiert. Hier wurden Zahlen zwischen 7 und 60 Cent je Kubikmeter in den Raum geworfen.

Einige Kunden seien aus betrieblichen Gründen bereit die Mehrkosten zu zahlen, berichtet Lohnunternehmer Christoph Hante. Doch in der breiten Masse könne man das nicht durchsetzen. Beim Lohnunternehmen Blunk wird die Technik nur vereinzelt eingesetzt, erklärte Sören Staupe, Standortleiter Casekow des Lohnunternehmens Blunk. Die Kunden würden es kaum nachfragen.  

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